ARBEITSTIPPS für den DEZEMBER

Stephan Waska

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Ziergarten

Vogelfütterung

Denken Sie an die regelmäßige Vogelfütterung während der Wintermonate. Nur Vogelfutter verwenden, keine Speisereste oder Brot. Singvögel wie z. B. Spatzen, Meisen, Zeisig und Kleiber sind Kernfresser. Sie bevorzugen Hanfsamen, Sonnenblumen-, Haselnuss- und Getreidekörner, die gerne in ungesalzenem Rindertalg angemischt werden. Amsel, Drossel sind sogenannte Weichfresser. Sie suchen ihre Nahrung am Boden und lassen sich gerne mit getrockneten Früchten, Rosinen, Wildbeeren und Obstresten verwöhnen.

Zur Winterfütterung der Vögel sollte die Futterstelle gut angeflogen werden können und katzensicher aufgestellt sein

Wer begonnen hat, Futterhäuschen für die gefiederten Gäste zu füllen, sollte regelmäßig für Nahrungsnachschub sorgen. Die Vögel merken sich ihre Futterplätze und legen sonst oft vergebens kräftezehrende Wege zurück, wenn sie die Plätze leer vorfinden. Wenn ein Vogel im Winter 24 Stunden kein Futter findet, ist er ein Todeskandidat.

Die Futterhäuschen für die gefiederten Gartenbewohner müssen regelmäßig von Kot und Futterresten gesäubert werden, damit Krankheitskeime keinen Schaden anrichten können. Es genügt auch, den Boden des Häuschens mit Folie auszulegen und diese dann alle drei bis vier Tage auszuwechseln.

 

Weihnachtbäume

Weihnachtsbäume werden oft mit Wurzelballen eingekauft, damit man sie nach den Feiertagen im Garten auspflanzen kann. Denken Sie aber daran, dass der Baum nicht immer klein bleibt, sondern im Laufe der Jahre größer wird. So kann er schon nach einigen Jahren

für den Besitzer und seine Nachbarn zur Last werden.

Weihnachtsbäume sollte man so spät wie möglich in beheizte Räume stellen. Gewöhnen Sie den frisch erworbenen Nadelbaum schrittweise an die Wärme.

Ein Einstellen des Nadelbaumes in Wasser ist sinnlos. Sobald der Baum geschnitten ist, saugt er Luft in seine Wasserröhren und kann dann kein Wasser mehr aufnehmen. Am besten stellt man das Nadelgehölz bis zum Fest in den Keller oder einen anderen kühlen Raum. Regelmäßiges besprühen hält die Nadeln länger frisch.


Steirischer Christbaum

 

Winterlager

Von Zeit zu Zeit sollten die gelagerten Knollen- und Blumenzwiebeln kontrolliert und gegebenenfalls aussortiert werden. Vor allem müssen Dahlienknollen jetzt regelmäßig überprüft werden. Wenn besondere Exemplare beschädigte oder faulige Stellen aufweisen, schneidet man die Faulstellen heraus und bestäubet sie gegen einen neuerlichen Befall mit Holzkohlenpulver. Diese Knollen sollte man auf jeden Fall gesondert lagern.

 

Ziergräser

Ziergräser vor Frost schützen, nicht zurückschneiden, sondern zusammenbinden. Vor allem die höher wachsenden Gräser, wie z. B. das Pampasgras, gut zusammenbinden, damit keine Feuchtigkeit in die Pflanzenmitte eindringen kann.

 

Schneerosen

Blühende Schneerosen im Topf werden jetzt gerne in Gartencentern angeboten. Das sind keine Pflanzen für das Wohnzimmer, sondern sollen so kühl wie möglich gehalten werden. Wenn sie abgeblüht sind, sollen sie bis zum Auspflanzen in den Garten in einem kühlen und hellen Raum zwischenlagert werden. Während dieser Zeit benötigen die immergrünen Pflanzen Feuchtigkeit.

 

Rhododendron

Frisches Eichenlaub eignet sich als Mulch für Rhododendrenpflanzen. Beim Verrotten setzt das Laub Säure frei und senkt damit den pH-Wert des Bodens. In frostfreien Zeiten sollen diese Immergrünen gegossen werden, damit sie Frostperioden besser überstehen können.

 

Rosen

Wenn noch nicht geschehen, sollen Rosen zum Schutz vor Winterschäden 10 bis 15 cm hoch mit Erde angehäufelt werden. Ist der Boden bereits gefroren, werden sie gut mit Nadelbaumreisig (keine Fichtenäste) abgedeckt. Stattdessen kann auch mit Stallmist oder Kompost angehäufelt werden.

Da die Rosen heuer noch bis in den November hinein geblüht haben, werden die Triebe nun bis auf 30/40 cm zurückgeschnitten. Nach stürmischem Wetter soll regelmäßig kontrolliert werden, ob der Winterschutz bei Rosen oder anderen Pflanzen noch ausreichend ist.

 

Rasen

Gefrorene und schneebedeckte Rasenflächen sollten nicht betreten werden, denn die gefrorenen Halme brechen leicht – die Verletzungen sind dann ideale Eintrittsstellen für Krankheitserreger.

An frost- und schneefreien Tagen eventuell nochmals das Laub vom Rasen entfernen. Der Wind bläst Laubhügel oder Laub-Mulchschichten aus Beeten gerne auf den Rasen zurück. Entfernen Sie dieses Laub erneut. Unter einer Laubschicht können Grashalme nämlich leicht vergilben und absterben.

 

Motorgeräte

Nutzen Sie die winterliche Ruhe, um den Rasenmäher zu reinigen und – wenn nötig – zur Inspektion in eine geeignete Werkstatt zu bringen.

 

Kompost

Asche aus Kachelöfen oder anderen Brennstellen sollte nur in geringen Mengen als Dünger verwendet oder dem Kompost beigemengt werden. Da sich in der Asche auch unerwünschte Schadstoffe und Schwermetalle verbergen können, ist es besser, die Verbrennungsrückstände im Restmüll zu entsorgen.

 

Hecken

Immergrüne Hecken und Sträucher an befahrenen Straßen sind besonders im Winter verschmutztem und salzigem Spritzwasser ausgesetzt. Sie können mit Schilfrohrmatten oder Folien geschützt werden.


Eibenhecke

 

Zimmerpflanzen

 

Amaryllis (Hippeastrum)

Amaryllis blühen jetzt in den prächtigsten Farben. Die Topfpflanzen sollte man nur einmal wöchentlich gießen, und zwar nicht auf, sondern neben die Knolle. Damit sich weitere Blüten kräftig entwickeln können, werden die verblühten Stängel abgeschnitten.

Nach dem Verblühen dürfen bei Amaryllis nur die Blätter stehen bleiben. Ab Mai kann die Pflanze ins Freie gestellt, regelmäßig gegossen und gedüngt werden.


Amaryllis-Hybride (Hippeastrum)

 

Birkenfeige (Ficus benjamina)

Birkenfeigen reagieren sehr sensibel auf Standortwechsel und Zugluft. Die Zimmerpflanze sollte nicht gedreht werden, da sie sonst reichlich Laub abwirft. Bei einem Umstellen am besten die Seite des Lichteinfalls markieren. Die ideale Wintertemperatur ist 14 bis 18 °C.


Birkenfeige Ficus benjamina

 

Bromelien

Als Baumbewohner sind alle Bromelien Arten auf Regenwasser angewiesen. Daher werden sie in der Wohnung vorwiegend in den Trichter gegossen. Aber bitte immer nur kalkfreies Wasser (abgekocht oder Regenwasser) verwenden!

 

Düngen

Blühende Zimmerpflanzen benötigen jetzt ausreichend Wasser und sollten in 14 tägigem Intervall mit Dünger versorgt werden.

In den Wintermonaten leiden die Zimmerpflanzen unter zu trockener Heizungsluft. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, das Pflanzgefäß in einen mit feuchtem Blähton gefüllten Übertopf stellen. Da die wenigsten Zimmerpflanzen nasse Füße vertragen, sollte Wasser, das sich im Übertopf oder Untersatz sammelt, spätestens nach einer Viertelstunde abgegossen werden.

Weißlicher Belag auf der Blumentopferde ist meist ein sicheres Zeichen, dass zu reichlich gegossen wurde. Am besten lockert man die oberste Erdschicht mit einer Gabel leicht auf und bedeckt die Erde mit Vogelsand, der überschüssige Nässe aufnimmt.

 

Kakteen

Bei Kakteen, die in einem kühlen Raum überwintern, soll das Gießen ganz eingestellt werden. Kakteen benötigen für die Blütenbildung mindestens 40 bis 70 Tage Ruhepause. Je länger die Ruhezeit bei 5 bis 10 °C dauert, umso mehr Blüten setzt der Kaktus an.


Mamillaria

 

Sansevierien

Sansevieria (Bogenhanf) zählt zu den Pflanzen, die trockene Luft im Winter gut vertragen. Die auch unter dem Namen ,,Schwiegermutterzunge“ bekannte Pflanze bevorzugt auch im Winter warme Temperaturen, darf aber nur sporadisch gegossen werden.


Bogenhanf (Sansevieria)

 

Obstgarten

 

Winterschnitt

Während der winterlichen Ruhezeit können Obstbäume, die schon einige Jahre nicht geschnitten wurden, ausgelichtet und zurückgeschnitten werden. Dabei sollten größere Wunden sorgfältig behandelt werden. Im Frühjahr folgt meist ein starker Neuaustrieb der Kronen.

 

Wühlmäuse

Sollten Wühlmäuse von Ihrem Garten Besitz ergriffen haben, ist nun die günstigste Zeit, um sie mithilfe von Kastenfallen, die mit Äpfeln, Sellerie oder Karotten bestückt sind, gut fangen.

 


Wühlmaus in Salat (Foto Kummert)

 

Veredlungsreiser

Wer seine Obstbäume umveredeln will, soll Ende Dezember die Edelreiser schneiden. Immer nur gerade gewachsene, gut ausgebildete Reiser von der Südseite des Lieferbaumes schneiden. Diese Zweigstücke schräg in Kisten mit feuchtem Sand stecken und im Keller aufbewahren. Man kann sie aber auch im Kühlschrank, gut verpackt in Foliensäckchen lagern.

 

Obstlager

Gelagertes Obst regelmäßig auf Fäulnis überprüfen. Alle Früchte aussortieren, die nicht mehr völlig in Ordnung sind. Das Lager an frostfreien Tagen lüften.

 

Leimringe erneuern

Die Raupen der Frostspanner können Obstbäume verheerend schädigen. Die flugunfähigen Weibchen dieser Schmetterlinge kriechen im Herbst zur Begattung und Eiablage an den Stämmen hoch. Anfang Dezember werden die Leimringe, an denen teils auch Eier haften, am besten komplett entfernt, über den Hausmüll entsorgt und durch neue ersetzt: Denn bei mildem Wetter können durchaus noch ,,Nachzügler“ auftreten.


Leimring – frisch angelegt

 

Fruchtmumien

Entfernen Sie alle Fruchtmumien von Ihren 0bstbäumen und schneiden Sie abgestorbene Äste ab. Das sind wichtige Maßnahmen, um Monilia- und verschiedene Pilzinfektionen im Folgejahr zu vermeiden.

 

Gemüse

 

Aussaat

Bereits im Dezember kann mit der Möhrenaussaat begonnen werden. Das dafür geeignete Saatgut wird in Rillen gestreut und mit Kompost und abschließend Tannenreisig oder Stroh abgedeckt. Sobald es etwas wärmer wird, beginnt der Samen zu keimen.

Endivie

 

Endivie

Wer Endivie im Frühbeet oder unter Folie oder Vlies überwintert, sollte die Pflanzen regelmäßig kontrollieren. Besonders die Blätter, die auf nassem Boden aufliegen, faulen schnell. Eine trockene Unterlage aus Stroh verhindert die Fäulnisbildung.

Gutes Lüften des Frühbeetes an frostfreien Tagen vermindert Grauschimmelbefall.

 

Erdaustausch im Winter

Nach langjährigem Anbau machen sich im Gewächshaus häufig Mangelerscheinungen an den Gemüsepflanzen bemerkbar. Eine Bodenuntersuchung schafft hier Sicherheit. Wenn Untersuchung auf ausgezehrten Boden hinweist und die Pflanzen zudem mit Pilzkrankheiten zu kämpfen haben, kann ein Erdaustausch die Probleme lösen. Dazu wird die ,,verbrauchte“ Erde etwa spatentief durch frische Gartenerde ersetzt. Die alte Erde lässt sich etwa im Ziergarten unter Sträuchern verteilen.

 

Gründüngungspflanzen

Wurden im Frühherbst Gründüngungspflanzen wie Bienenfreund (Phacelia) oder Gelbsenf gesät, können sie Anfang des Monats bei offenem Boden am besten mit einer Grabegabel in

die Krume eingearbeitet werden. Dort zersetzt sich das organische Material in der Regel bis zum Frühjahr.

 

Keimsprossen

Um auch im Winter frisches Grün ernten zu können, sollten jetzt Keimsprossen der verschiedensten Nutzpflanzen angezogen werden. Bereits nach drei bis sechs Tagen erreichen die meisten Arten ihren vollen Geschmack.

Keimsprossen bringen Abwechslung in den winterlichen Speiseplan. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralien, Proteinen und Kohlenhydraten. Grundsätzlich eignen sich alle Getreidearten, Hülsenfrüchte, Soja, Kresse und viele andere Nutzpflanzen zum Keimen in Anzuchtgefäßen.

 

Kompost

Komposthaufen sind mit Folien oder anderen Materialien zu bedecken, damit hohe Winterniederschläge keine Nährstoffe auswaschen bzw. sich im Frühjahr die Rotte nicht in Fäulnis umwandelt. Die Kleinstorganismen, die Gartenabfälle in Humus verwandeln, fühlen sich in feuchtwarmer Umgebung am wohlsten. Daher ist es empfehlenswert, eine schwarze Folie als Mantel um den Komposter zu legen.

 


Lavendel

 

Kräutergarten

Frost ohne Schneedecke kann Salbei, Rosmarin und Lavendel nachhaltig schaden. Daher sollten mehrjährige Kräuter aus südlichen Ländern vorsichtshalber mit Reisig abgedeckt werden.

 

Saatgut prüfen und nachbestellen

Abgelaufenes Saatgut jetzt mit einer Keimprobe auf Keimkraft prüfen. Bei Zwiebel-, Lauch- oder Schwarzwurzelsaatgut lohnt die Mühe kaum. Es verliert seine Keimkraft schon nach ein bis zwei Jahren. Wenn weniger als die Hälfte der Samen keimen, lohnt sich das Aufbewahren nicht mehr.

 

Unkrautbekämpfung

Vogelmiere (Hühnerdarm) und andere Samenunkräuter kann man auch im Winter bekämpfen. Man streut auf taunasse Pflanzen Kalkstickstoff (etwa 50 g/m²) und erreicht dadurch neben einer Verätzung der Blätter auch eine Verhinderung der Keimung der bereits ausgefallenen Samen.

 

Sprossenkohl

Sprossenkohl kann bis -10 °C gut mit Vlies geschützt werden; wird es noch kälter, sind die Strünke samt Röschen zu ernten und bis zum Verbrauch kühl zu lagern. Zwar wird das Kohlgemüse nach den ersten Frosteinwirkungen schmackhafter, doch zu große Kälte kann den Röschen schaden.

Wo möglich, bleiben die Strünke bis zum Frühjahr im Boden, da ihre Wurzeln viele Nährstoffe binden und vor dem Versickern bewahren.

 


Sprossenkohl (Foto Austrosaat)