ARBEITSTIPPS für den NOVEMBER

Stephan Waska

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Ziergarten

 

Kübelpflanzen

Stauden einwintern

Die letzten abgeblühten und verwelkten Stauden werden zurückgeschnitten, der Boden gelockert und mit Torf und Kompost etwas verbessert. Alle empfindlichen Stauden werden mit einer leichten Reisigdecke abgedeckt. Polsterstauden dürfen nicht mit Falllaub bedeckt sein, sie faulen darunter. Genauso dürfen immergrüne Stauden nicht abgedeckt werden!


Polsterphlox Phlox subulata

 

Blumenstauden teilen und verjüngen

Wenn Stauden immer schlechter blühen, kann es am Alter liegen – dann ist es höchste Zeit, sie zu verjüngen. Dies erfolgt durch Teilung im Herbst oder Frühjahr. Ist der Boden frostfrei, wird der Wurzelstock ausgegraben und mit einem scharfen Spaten geteilt. Haben die Arten einen lockeren Wurzelstock, lässt sich das Wurzelwerk von Hand auseinanderziehen.

Zum Anziehen von neuen Pflanzen eignen sich die äußeren Bereiche des Wurzelballens am besten, der innere Teil des Wurzelstockes wird über den Kompost entsorgt. Die Teilstücke sollten faustgroß sein und zwei bis drei Triebknospen haben. Der beste Zeitpunkt zum Verjüngen ist je nach Art im 3. bis 6. Standjahr: Kurzlebige Stauden wie Mädchenauge, Hornveilchen und Federnelke sollten nach 2 bis 3 Jahren geteilt werden, Knöterich arten, Frühsommerastern, Lupinen, Pupurglöckchen und Margeriten nach 3 bis 4 Jahren, Goldruten, Schafgarben und Rudbeckien erst nach 5 bis 6 Jahren. Rittersporn, Bartiris, Pfingstrosen, Trollblumen und Tränendes Herz sollten nicht oder nur selten geteilt werden – je länger sie stehen, desto üppiger gedeihen sie.

Die abgeteilten Wurzelstücke sollten möglichst an einem neuen Platz im Garten eingegraben werden, da am alten Standort eine gewisse ,,Bodenmüdigkeit“ vorliegen kann und eine Anbaupause mit dieser Art sinnvoll ist.

Nicht nur polsterbildende Stauden, auch Gräser lassen sich teilen – besser aber erst im Frühjahr. Ist ein ungeheiztes Gewächshaus verfügbar, kann man Gräser jetzt ausgraben, teilen und in Töpfen im kalten Gewächshaus überwintern. Sie entwickeln einen starken Wurzelballen, der im Frühjahr gut an der Pflanzstelle anwächst.


Solche Staudenhorste gehören geteilt und verpflanzt

 

Holländische Zwiebelschwertlilien (Iris-Hollandica Hybriden) kann man gut noch Anfang November setzen. Diese Art bildet noch im Herbst Blätter, die als solche überwintern. Man kann sie besser mit übergelegten Fichtenzweigen oder dergleichen schützen, wenn sie nicht so lang werden wie nach früherer Pflanzung.

 

Wintergrüne Farne tragen dazu bei, dass der Garten auch im Winter was zu bieten hat. Zierend auch im Winter sind Rippenfarn (Blechnum spicant), Hirschzunge (Phyllits scolopendrium) und Tüpfelfarn (Polypodium vulgare). Alle drei entstammen der heimischen Flora.

 

Einwintern

Spätestens nach dem ersten Nachtfrost werden die nichtwinterharten Blumenzwiebeln und Knollen ausgegraben und eingewintert. Sofern nicht schon im Oktober die ersten Fröste das Blattwerk von Gladiolen, Dahlien, Canna und anderen zerstört haben, muss nun raschest für die frostfreie Überwinterung gesorgt werden. An einem trockenen Platz lässt man Triebe und Erde abtrocknen, entfernt dann abgestorbene Triebe und lagert alles in trockenem Torfmull oder Sägespänen ein. Keine Erde an den Knollen und Zwiebeln belassen!

Rasenpflege

Der Rasen wird bis zum Eintritt der Frostperiode weiter gemäht, die Graspflanze stellt ihr Wachstum erst unter 5° C ein. Langes Gras vergilbt im Winter, bei längerer Schneelage verfault es sogar, daher soll der Rasen so kurz wie möglich geschnitten in den Winter gehen. Falllaub darf keinesfalls auf Wiesenflächen liegen bleiben, sondern gehört auf den Komposthaufen oder als Mulchdecke unter Bäumen und Sträuchern.

 

Gartenabfälle häckseln

Wer seine Pflanzenreste nach der herbstlichen Endarbeit gehäckselt auf den Kompost gibt, hat rascher frischen, gut verrotteten Kompost zur Verfügung. Auch unter den Sträuchern kann klein gehäckseltes Material zur Abdeckung verwendet werden. Im Frühjahr verrottet der Häcksel rasch und liefert wertvollen Kompost.


Je kleiner die Gartenabfälle gehäckselt sind, desto rascher verrotten sie

 

Gräser

Vor allem das Pampasgras ist sehr feuchteempfindlich. Es wird nicht zurückgeschnitten, sondern dicht zusammengebunden, damit das Wasser außen abfließen kann. Wasser in den Halmen zerstört die Stöcke bei Frost! Daher werden auch alle anderen höher wachsenden Ziergräser nicht abgeschnitten, sondern zusammengebunden oder leicht umgebogen, damit bleibt das Zentrum feuchtigkeitsfrei und vor Fäulnis geschützt. Bei Raureif und leichtem Schneefall zieren die Gräser mit ihren Blütenständen noch den ganzen Winter hindurch. Erst im März werden die vertrockneten Teile zurückgeschnitten!

 

Nadelgehölze und Kirschlorbeer

Das gründliche Einwässern der wintergrünen Gehölze ist wichtig. Das Gießen muss aber mehrmals geschehen, bis zum Eintritt von Bodenfrost. Auch im Winter kann an frostfreien Tagen weiter gegossen werden. Junge Kirschlorbeerpflanzen brauchen ab Jänner einen Sonnenschutz- damit die Triebspitzen im Frühjahr nicht braun sind.

 

Rosenschutz

Buschrosen werden auf eine Länge von 30 bis 40 cm eingekürzt, der eigentliche Rückschnitt erfolgt aber erst im Frühjahr. Gehen die Rosen zu kurz geschnitten in den Winter, dann trocknen sie zu stark zurück und treiben im Frühling gar nicht mehr aus. Gleich nach dem Schneiden werden die Rosentriebe 10 bis 20 cm hoch angehäufelt. Die Kronen von Hochstammrosen werden mit Reisig oder Schilf zusammengebunden. Auch weißes Vlies hat sich für diesen Zweck bewährt. Keine Plastikfolien verwenden! Kletterrosen werden erst im Frühling geschnitten.

 

Rhododendronschutz

Manche Gartenbesitzer decken noch immer die Rhododendren ab, was aber wirklich kaum notwendig ist. Sie halten unsere Winter aus, wenn man ihnen nur den Boden über dem Wurzelballen mit Laub oder Rindenmulch abdeckt. Bevor der Boden friert, werden die Pflanzen nochmals gründlich gewässert. Der Fachmann streut gleichzeitig Hornspäne dazu, da der Rindenmulch den Pflanzen den notwendigen Stickstoff überstark entzieht. Das Einrollen der Rhododendronblätter bei Minusgraden, das oft ganz schrecklich aussieht, ist nur eine Schutzmaßnahme der Pflanze.

 

Schlingpflanzen zurückschneiden

Blauregen (Wisteria) und Trichtertrompete (Campsis) werden jetzt zurückgeschnitten und neu angebunden, im Frühjahr ist immer zu wenig Zeit dazu! Die Waldrebe (Clematis) erhält eine Bodenabdeckung aus Torf oder Rindenmulch.


Campsis radicans, Trichtertrompete

 

Keine Verpflanzungen

Der Boden ab Mitte-Ende November zu kalt für die Wurzelbildung, daher werden keine Verpflanzungen mehr durchgeführt. Wenn die Pflanzen vor dem Winter nicht mehr einwurzeln können, überstehen sie möglicherweise die kalte Jahreszeit nicht. Blumenzwiebeln können nur noch in wärmeren Gebieten gelegt werden. Ist der Boden schon zu kalt, bilden sie keine Wurzeln mehr und sterben im Winter ab.

 

Gewächshaus winterfest machen

Wenn die Möglichkeit besteht, das Gewächshaus zur Überwinterung zu nutzen, dann ist es zur Verringerung der Heizkosten empfehlenswert, zumindest die senkrechten Wände oder auch das Dach mit einer Luftpolsterfolie zu dämmen. Zu den Folien gibt es im einschlägigen Handel auch Halterungen, damit die Folie im Frühjahr wieder problemlos entfernt werden kann.

 

 

Zimmerpflanzen

 

Fensterbänke aus Stein führen bei Zimmerpflanzen im Winter oft zu unterkühlten Wurzeln, die dann Wasser und Nährstoffe nicht richtig aufnehmen können. Mit Unterlagen aus Holz oder Styropor kann dies verhindert werden.

 

Zierspargel

Damit die Triebe des Zierspargels im Winter nicht verkahlen oder gar vertrocknen, muss diese Pflanze auch in der Winterzeit regelmäßig gedüngt werden. Asparagus ist ein ausgesprochener Starkzehrer. Er verbraucht fast so viel Nährstoffe wie Kraut und Tomaten. Damit die Triebspitzen nicht austrocknen, ist darauf zu achten, dass der Kopf des Wurzelstockes beim Umtopfen einige Zentimeterunter die Erdoberfläche kommt. Auch ein genügend großer Gießrand muss dabei verbleiben. Hell aufgestellt kann so der Zierspargel auch im Winter gut aussehen.


Asparagus densiflorus

 

Das Gießen im Winter

Durch die trockene Zimmerluft trocknet die Erdoberfläche der Topfpflanzen rasch ab, ohne dass die Erde wirklich trocken ist. Daher ist mäßiges Gießen angebracht. Besser ein wenig mit dem Finger in die Erde fühlen, als zu viel Wasser geben.

 

Orchideen

Auf Blättern und Stängeln der Orchideen (manchmal auch im Wurzelbereich) sitzen weiße Wollbällchen. Das sind Woll- bzw. Schmierläuse, die am Pflanzensaft saugen. Zur einfachen und sicheren Bekämpfung wird mit Lizetan Zierpflanzenspray AF tropfnass (auch auf den Blattunterseiten) eingesprüht.

 

Die Klivie (Clivia)beendet Anfang Dezember ihre Ruhezeit und will nun wieder wachsen. Dazu verhelfen ihr vor allem allmählich steigende Wassergaben. Der Wurzelballen darf nie mehr trocken werden, weil sonst der Blütenschaft nach wenigen Zentimetern stecken bleibt.

 

Kübelpflanzen

Im Überwinterungsraum herrscht jetzt Gedränge. Daher ist oft Grauschimmelbefall die Folge. Nur geschwächte oder abgestorbene Pflanzenteile werden zuerst befallen. Erst bei massivem Infektionsdruck geht der Befall auch auf scheinbar gesunde Teile über. Daher ist neben reichlichem Lüften und peinlicher Sauberkeit unter Umständen auch eine Spritzung mit pilztötenden Mitteln wie Teldor notwendig. Auch Kübelpflanzen wollen zwar im Winter Feuchtigkeit, im kalten Aufbewahrungsraum brauchen sie viel weniger Wasser und bekommen sonst Wurzelfäule. Nur Oleander sind auch im Winter durstig.

 

Lebende Steine

Die aus Südafrika stammenden Lithops sollten von November bis April kühl stehen. In dieser Zeit dürfen die Pflanzen nicht gegossen werden. Die aus der Wüste stammende Pflanze bildet nun neue Blätter, die alten bleiben als papierartige Hülle zurück.


Lebende Steine

 

Monstera

Das Fensterblatt ist eine anspruchslose, aber äußerst beeindruckende Pflanze, Die langen, oft störenden Luftwurzeln sollten nicht entfernt, sondern in den Topf gelenkt werden.

 

Obstgarten

 

Leimringe

Kontrollieren Sie ab und zu die an Bäumen angebrachten Leimringe. Um die Klebefähigkeit zu erhalten, alle Verunreinigungen wie etwa daran haftende Blätter entfernen.

 

Neupflanzung

Bis Mitte November und milder Witterung können noch Obstgehölze und Beerensträucher gepflanzt werden. Marillen und Pfirsiche sollen aber erst im Frühjahr gesetzt werden, da sie im November schlecht einwurzeln und dann erfrieren könnten. Abschließend wird die Baumscheibe mit Kompost oder anderem organischen Dünger abgedeckt.

In wühlmausgefährdeten Gärten müssen die Bäume in ein Maschendrahtgitter gepflanzt werden. Das Gitter muss auch an der Oberfläche gut geschlossen sein. Da die Maus sonst von oben hineinschlüpft.

 

Winterschutz

Besonders junge Obstbäume werden jetzt mit einem weißen Baumanstrich (z.B. Kalk) bis in die Astgabeln versehen, damit es keine Frostrisse im Winter geben kann.


Baumanstrich als Winterschutz

 

Um freistehende Obstbäume vor Wildverbiss zu schützen, sollten jetzt an den Stämmen Maschendraht oder Manschetten aus Kunststoff angebracht werden. Zäune kontrollieren, Rehe können Abgrenzungen bis 1,7 m überspringen!

Lose Rindenteile an Obstbäumen können mit einer weichen Drahtbürste abgerieben werden. Dadurch verhindert man die Vermehrung von Spinnmilben und Blattläusen.

 

Unkrautbekämpfung

Ein wesentlicher Grund für einen freien Baumstreifen ist die raschere Erwärmung des Bodens im Frühjahr. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen benötigt der Baum Wasser und Nährstoffe, die er aus einem beschatteten und daher kalten Boden nur sehr langsam nachgeliefert bekommt.

 

Winterspritzung

Gegen am Baum überdauernde Schadpilze empfiehlt sich eine Abschlussspritzung mit Cuprofor Flow Kupfermittel. Besonders Pfirsiche und Marillen werden so besser geschützt.

 

Baum- und Strauchschnitt

Sobald das Laub abgefallen ist, kann schon der Winterschnitt bei Apfel- und Birnbäumen vorgenommen werden. Steinobstarten, wie Zwetschken, Kirschen, Marillen und Pfirsiche werden nur in der warmen Jahreszeit geschnitten. Noch können Johannis- oder Stachelbeersträucher zurückgeschnitten werden. Dabei auch überkreuzte Triebe in der Strauchmitte herausnehmen.

 

Rückschnitt von Kulturheidelbeeren

Blaubeeren oder Kulturheidelbeeren wachsen je nach Sorte 1 bis 3 m hoch. Die bei uns gängigsten Sorten entwickeln sich zu knapp 2 m hohen Sträuchern. Da sie ihre Früchte zu vier

Fünftel an den Trieben bilden, die im letzten Sommer neu gewachsen sind, ist regelmäßiger Rückschnitt nötig, wenn man jedes Jahr reichlich Beeren pflücken will.

Wenn die Sträucher 4 Jahre alt sind, beginnt man mit dem Rückschnitt: die ältesten Triebe bodennah abschneiden und an den etwas jüngeren Trieben zu dicht stehende alte Seitentriebe

entfernen. Im Prinzip ist es wie bei Johannisbeeren: im 4. Jahr werden jährlich die ältesten 2 bis 3 Triebe weggeschnitten und von den schlanken Neutrieben 3 belassen. Ein Strauch besteht dann aus 3 dreijährigen, 3 zweijährigen und 3 neu entstandenen Trieben.

Idealer Schnittzeitpunkt ist entweder Mitte November bzw. wenn die Blätter abgefallen sind oder aber im März, ehe die Knospen austreiben.

Im belaubten Zustand zu schneiden schwächt die Pflanze, weil dann die Assimilate noch nicht in die Wurzeln zurückverlagert sind.

Noch wichtiger als der fachgerechte Schnitt ist der Zustand des Bodens: er muss sauer sein und bleiben. Ideal ist feuchte, sandig-durchlässige, dabei gut humose Erde, wie auch Azaleen,

Rhododendren und Preiselbeeren sie mögen – im Prinzip Moor- oder Heideboden.

 

 

Gemüsegarten

 

Im November ist die Zeit der Bodenbearbeitung gekommen, der Spaten oder die Grabgabel sind nun die wichtigsten Gartengeräte.

 

Endivie – Lange Ernte sichern

Endivie braucht bei schlechter Witterung zusätzlichen Schutz, damit er möglichst lange frisch vom Beet zu ernten ist. Ab -3 ° C ist mit Frostschäden zu rechnen. Besonders gefährdet ist die gelb gebleichte Mitte. Die Spitzen dieser Blätter werden zuerst glasig und dann schnell braun. Bei feuchter Witterung siedelt sich darauf dann Grauschimmel an. Er breitet sich meist rasch aus und schädigt so den erntefertigen Kopf nach innen. Ein- bis zweilagige Vliesbedeckung bietet Schutz von -3 bis -5 °C. Eine weitere Möglichkeit ist ein Stützgerüst, über das lochfreie Folie gelegt und befestigt wird. Die beiden Enden des ,,Tunnels“ werden am Abend geschlossen, tags stehen sie zum Lüften offen. Dadurch bleiben die Pflanzen bei Niederschlägen trocken, die Fäulnisgefahr ist geringer.

Sinken die Temperaturen unter -5 °C, sollten fertige Endivien geschnitten werden. Sie sind ungeputzt möglichst bei 0 bis 1 °C und 90 bis 95 % Luftfeuchte zu lagern. Der Verbrauch muss innerhalb von 10 Tagen erfolgen. Kann bei gleicher Temperatur und über 97 % Luftfeuchtigkeit gelagert werden, steigt die Lagerfähigkeit auf bis zu 27Tage.


Ungebleichte Endivie ist vitaminreicher

 

Petersilie und Schnittlauch

Um im Winter frische Petersilie ernten zu können, wird die Pflanze jetzt ausgegraben, eingetopft und zum Treiben ins Gewächshaus gestellt.

Neben Petersilie und Schnittlauch eignet sich auch Sellerie zum Treiben im Winter. Dafür können jetzt kleinere Knollen im Garten ausgegraben und in Töpfe oder Kübel umgepflanzt werden. Dabei wird alles Laub bis auf die jungen Herzblätter entfernt. Vor stärkeren Nachtfrösten werden die Gefäße hell und kühl ins Haus gestellt. Bei guter und regelmäßiger Pflege kann man bis zum Frühjahr für die Küche laufend frische Blätter ernten.

 

Saatgutreste

Angebrochene Samentüten und selbst geerntete Samen liegen oft noch im in einer Kiste im Schuppen oder am Tisch in der Garage herum. Die Tüten sollen noch vor Einbruch des Winters eingesammelt und bei eigenem Saatgut auch beschriftet werden. Gelagert werden die Samenvorräte dann in einem kühlen, aber frostfreien Keller. Frosteinwirkung kann das Saatgut verändern. Manche Gemüsearten treiben dann bereits als Jungpflanzen Blüten, ohne einen richtigen Pflanzenkörper zu bilden.

 

Stallmist

Wer in der glücklichen Lage ist, Stallmist zu bekommen, soll ihn jetzt streuen. Aber nicht mehr als 3 kg/m² streuen. Am besten oberflächlich ausbreiten und beim Umstechen mit einstechen. Nicht zu tief, damit der Mist gut verrotten, aber nicht vertorfen kann. In der guten gärtnerischen Kultur wird alle drei Jahre Stallmist gegeben.

 

Bodenkalkung

Kalk darf nicht gemeinsam mit Stallmist gegeben werden, Kalk treibt den Stickstoff aus. Je nach pH –Wert des Bodens (Bodenuntersuchung!) werden 2 bis 3 kg Düngekalk pro 10 m² gestreut.

 

Gemüseeinlagerung

Winterhartes Gemüse wie z.B. Weißkraut, Kohl, Porree und Schwarzwurzeln können am Gemüsebeet stehen bleiben, jedoch ist die Ernte im gefrorenen Zustand schwierig bis unmöglich. Daher wird, bevor der Boden gefroren ist, ein Vorrat im Keller eingelagert. Wurzelgemüse wie Rettich, Sellerie, Schwarzwurzeln, Karotten und Porree werden nach dem Einkürzen der Blätter in feuchten Sand eingeschlagen.

Ständige Kontrolle aller Lagerräume nicht vergessen!

 

Kompost

Gesunder Gemüseabfall kann über die Wintermonate auf den Gemüsebeeten liegen bleiben. Sie geben dem Boden Schutz. Ansonsten werden alle Abfälle am Komposthaufen entsorgt, wichtig ist die gleichmäßige Mischung von allen kompostierbaren Garten- und Küchenabfällen – ohne Fleischreste (Rattenköder)! Pflanzenreste am Kompost werden mit Kalkstickstoff bestreut, dies tötet Krankheiten und Unkrautsamen ab.

 

Kompostabdeckung im Winter

Ein Komposthaufen, der erst im Herbst aus grobem Material aufgeschichtet wurde, ist noch wenig verrottet und kann im Winter offenbleiben. Ein halbfertiger Komposthaufen, bei dem die Rotte noch voll im Gang ist, verbraucht auch im Winter Wasser und darf nicht austrocknen.  Aber auch bei großer Nässe stoppt die Rotte und kann in Fäulnis übergehen. Ein Test erleichtert die Entscheidung. Dazu wird aus dem Inneren des Komposthaufens etwas Erde entnommen und in der Hand zusammengedrückt. Läuft zwischen den Fingern Wasser heraus, ist der Kompost zu nass und sollte im Winter abgedeckt werden. Wenn nur Wasserperlen erscheinen, stimmt die Feuchte. Dann bleibt der Haufen unbedeckt.

 

Gartenzaun

Der Gartenzaun muss auf Löcher kontrolliert werden, sonst kommen im Winter ungebetene Gäste an Gemüse und Baumrinden. Wenn außer Hasen auch Wildkaninchen in der Umgebung vorkommen, muss der Zaun bis in 30 cm tiefe eingegraben sein. Rehe können dafür auch noch über Zäune bis 170 cm Höhe springen, daher in Waldnähe auf eine entsprechende Höhe achten!