ARBEITSTIPPS für den AUGUST

Stephan Waska

sponsord by:

 

Ziergarten

 

Balkon- und Terrassenpflanzen

An heißen Augusttagen müssen Balkonpflanzen zweimal täglich gegossen werden. Idealerweise wird zum Gießwasser immer gleich ein Flüssigdünger dazugegeben, aber nicht mehr als 20 ml in 10 Liter Wasser.

Mehrjährige Kübel- und Balkonpflanzen können in diesem Monat durch Stecklinge vermehrt werden. Dafür werden Triebspitzen zum Beispiel von Pelargonien, Fuchsien oder auch Strauchmargeriten zum Bewurzeln mit zwei bis drei Blattpaaren in Erde gesteckt. Die untersten Blätter eines Stecklings werden vorsichtig entfernt und unterhalb des Blattknotens wird mit einem scharfen Messer ein glatter Schnitt gemacht. Wenn das Bewurzelungsmittel CHRYZOTOP GRÜN zur Verfügung steht, dann wird die Schnittstelle des Stecklings kurz eingetaucht. Die Stecklinge bewurzeln dann schneller.

Kübelpflanzen dürfen jetzt nicht mehr gedüngt werden. Fuchsien werden ab Ende August etwas sparsamer gegossen und nur mehr mit Patentkali gedüngt, damit sie die Wintermonate besser überstehen.

 

Wenn der Oleander zu üppig wächst und aus der Form gerät, sollte man ihn jetzt zurückschneiden. Die Pflanze kann bis Ende des Sommers noch genügend Triebe bilden, an deren Enden die verzweigten Blütenstände entstehen. Diese Knospen überstehen den Winter und der Oleander zeigt im Frühjahr bereits die ersten Blüten.

 

Buchsbaumsträucher auf Zünslerbefall kontrollieren

Immer noch ist der Schmetterling unterwegs und legt seine Eier ab. Daher immer wieder die Sträucher im Inneren untersuchen, ob Gespinste vorhanden sind. Zuerst mit scharfem Wasserstrahl das Strauchinnere reinigen und dann sofort mit XEN TARI und viel Spritzbrühe die Raupen bekämpfen.


Buchsbaumzünslerraupe

 

Hecken

Im August können Hecken noch einmal in Form gebracht werden. Wenn Thujen, Hainbuche, Liguster oder Rotbuche jetzt geschnitten werden, treiben die Pflanzen bis zum Winter noch einmal kurz aus, behalten jedoch ihre Form bis zum nächsten Frühjahr. Buchsbaum und Nadelgehölze werden jetzt zum letzten Mal geschnitten.

Wenn der Sommer sehr trocken ist, müssen Fichten- und Thujenhecken regelmäßig gegossen werden, da sie im Unterschied zu anderen Nadelgehölzen sehr empfindlich auf Trockenheit reagieren.


Japan-Spindel (Euonymus) – Hecke

 

Giftpflanzen im Garten

Damit Ihren Kindern nichts passiert, schneiden Sie die Früchte von Giftpflanzen wie Schneeball, Goldregen, Maiglöckchen, Aronstab, Pfaffenhütchen, Seidelbast, Kirschlorbeer, Liguster ab!


Seidelbast (Daphne mezereum) mit seinen hoch giftigen Früchten

 

Lavendel schneiden

Die Lavendelblüte ist in der Regel vorbei, doch häufig sieht man Pflanzen, die noch nicht zurückgeschnitten wurden. Lavendel schneidet man am besten zweimal. Zuerst nur die Blütenstände und im Folgejahr nach der Frostperiode (Mitte/Ende April) ein kräftiger Rückschnitt bis in das einjährige Holz, nur so bleiben die Pflanzen schön kompakt.


Lavendel (Lavandula angustifolia)

 

Laubgehölze

Auf Blättern verschiedenster Laubgehölze sind am Blattrand buchtenartige Fraßspuren zu finden. Sie stammen vom Dickmaulrüssler, einem etwa 1 cm großen, dunkelgrauen Käfer. Er ist schwer zu finden, da er sich bei Annäherung sofort zu Boden fallen lässt. Die Weibchen legen ab Juni 500 bis 1000 Eier am Grund der Pflanzen ab, aus denen bald Larven schlüpfen. Diese fressen an den Wurzeln und bringen so die Wirtspflanze zum Absterben. Eine ausreichende Bekämpfung des Dickmaulrüsslers ist nur mit sogenannten Nematoden möglich. Diese bekommt man im einschlägigen Fachhandel. Sie werden mit viel Wasser aus der Gießkanne ausgebracht und bohren sich dann selbständig in die Larven ein, vermehren sich darin und suchen dann weitere Larven. Die Bodentemperatur soll mindestens 10 °C betragen, der Boden muss während der nächsten 2 bis 3 Wochen ständig gleichmäßig feucht gehalten werden.


Fraßspuren des Dickmaulrüsslers

 

Pfingstrosen, Schwertlilien teilen

Schwertlilien und Pfingstrosen können schon jetzt umgesetzt werden, allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass die schon sichtbaren Knospen höchstens 1.- 2 cm unter der Erdoberfläche sind. Alle anderen Stauden werden erst im September geteilt und umgepflanzt.

 

Rasen

Nach längerer Abwesenheit benötigt der Rasen eine besondere Pflege. Meist sind die Gräser zu lang geworden. Allerdings darf dann der Rasen nicht gleich kurz geschnitten werden. Um Kahlstellen zu vermeiden, ist es sinnvoll, stufenweise zu mähen, bis wieder die optimale

Halmlänge erreicht ist. Stellen Sie die Schnitthöhe erst auf sechs Zentimeter ein, beim nächsten mähen dann auf 4 cm. Ausreichendes gießen (siehe OWG Juni) mit einem Regner fördert die Regeneration des Rasens. So können die Gräser die Trockenheit besser überstehen.

Der Rasen soll immer an Abend beregnet werden (mindestens 20 l /m²), Gemüse und Blumen nur frühmorgens. Durch die rasche Abtrocknung der nassen Blätter in der ansteigenden Tagestemperatur können sich Pilzkrankheiten erst gar nicht entwickeln.

 

Steppenkerzen pflanzen

Für Steppenkerzen ist jetzt ein günstiger Pflanztermin. Legen Sie Die seesternartigen Wurzeln werden 10 bis 20 cm tief in einen lockeren, durchlässigen Boden gelegt. Vorsicht bei der Pflanzung! Die Wurzeln brechen leicht ab und jede Beschädigung führt zu Fäulnis.


Eremurus, die Steppenkerze

 

 

Obstgarten

 

Nussbäume

Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um an Walnussbäumen den Rückschnitt vorzunehmen. Dabei schwache, verletzte, dürre und nach innen wachsende Triebe entfernen. Die Schnittstellen werden nicht verstrichen, da sich sonst darunter Wasser sammelt und zu Fäule führt.

 

Apfel, Birne

Wenn Kernobstbäume von Mehltau befallen sind, werden die befallenen Triebe abgeschnitten und über die Biotonne entsorgt (nicht auf den Kompost werfen!).

Abgefallene und faulende Früchte werden regelmäßig aufgesammelt/abgepflückt und ebenfalls über die Biotonne entsorgt.

Gegen kriechende Schädlinge, wie z.B. Frostspanner müssen jetzt Leimringe um den Stamm angelegt werden. Achten Sie dabei, dass der Ring dicht anliegt, damit das flugunfähige Weibchen nicht darunter durchkriechen kann.

 

Brombeeren

Brombeerruten-Seitentriebe werden auf zwei bis drei Augen eingekürzt. Das fördert die Blütenknospenbildung für das nächste Jahr.


Brombeerruten-Schnitt nach der Ernte

 

Himbeeren

Die Himbeerruten-Krankheit wird durch Abschneiden der abgetragenen Ruten bekämpft – die Ruten müssen bis ganz am Boden abgeschnitten werden. Auch überzählige junge Ruten werden abgeschnitten – etwa 7 Ruten sollen pro m² verbleiben.

Da die Himbeeren knapp vor der Ernte von der Kirschessigfliege befallen werden (die Früchte sind bei der Ernte weich und matschig), empfiehlt sich eine Spritzung mit dem Bio-Präparat SPINTOR nach Gebrauchsanweisung (Wartezeit 3 Tage).

 

 

Ribisel und Stachelbeeren

Zeitgleich mit der Ernte können Ribisel- und Stachelbeersträucher ausgelichtet werden. Triebe, die älter als drei Jahre sind, werden bis zum Boden zurück geschnitten.


Stachelbeeren

 

Sommerschnitt

Mitte bis Ende August ist auch der Zeitpunkt für den Sommerschnitt von Apfel- und Birnbäumen. Dabei werden sich gegenseitig beschattende Äste und vor allem die Wassertriebe (aufrecht wachsende einjährige Triebe) entfernt. Beim Sommerschnitt gehen zwar einige Früchte verloren, der Rest kann aber zu besserer Qualität heranwachsen.

 

Steinobst

Um eine besonders reiche Ernte im nächsten Jahr zu erhalten, sollten bei Steinobst, vor allem bei Weichseln, gleich nach der Ernte die stärkeren Triebe gekürzt werden. Alle dürren Triebe müssen bis ins saftige Holz zurückgeschnitten werden.

 

 

Gemüsegarten

 

Chinakohl

Um im Herbst Chinakohl ernten zu können, kann mit der Aussaat auf abgeernteten Beeten begonnen werden. Dabei den Boden nur leicht an der Oberfläche lockern. Auch Zuckerhut kann in das Gemüsebeet gesät werden. Ab Ende Oktober ist das Gemüse erntereif.

 

Gurken

Gurken bekommen bei Trockenheit häufig einen bitteren Geschmack. Darum sollten sie jetzt regelmäßig gegossen werden, aber nicht die Blätter nass machen!

Zum Einlegen können sie jetzt täglich geerntet werden. Am Besten verwendet man für die Ernte ein Messer. Achten Sie darauf, dass Sie nicht auf die empfindlichen Ranken treten.


Salatgurken an Klettergerüst

 

Endivie

Ende August ist der optimale Pflanztermin für Endivie. Ab Oktober können dann die ersten Salatköpfe geerntet werden. Früher hat man die Köpfe vor der Ernte zusammengebunden (gebleicht), damit der bittere Geschmack gemildert wird. Das ist heute nicht mehr notwendig, da diese Eigenschaft weggezüchtet wurde. Pflanzen, die bis in die Mitte grün sind, sind vitaminreicher!


Endivie

 

Karfiol

Werden bei Karfiol, kurz bevor sich die Blume ausbildet, die Blätter über den Kopf geknickt, bleibt die Blume unter dem Schutz des Blätterdaches weiß und zart.

 

Knoblauch

kann nun geerntet und zu dekorativen Zöpfen geflochten an einem geschützten, luftigen Ort aufgehängt werden.

 

Kompost

An heißen Sommertagen trocknet der Komposthaufen sehr schnell aus. Er sollte nun häufig befeuchtet werden. Das Abdecken mit einer Plane verhindert das vorzeitige Austrocknen. Ein regelmäßiges Übergießen des Kompostes mit EM -Effektive Mikroorganismen fördert die Verrottung.


Kompost braucht viel Luftzutritt

 

Kräutergarten

Viele Küchenkräuter können jetzt durch Stecklinge vermehrt werden. Dazu etwa zehn Zentimeter lange Triebspitzen von Salbei, Rosmarin, Lavendel oder anderen langlebigen Kräutern schneiden und die Stecklinge ins Freiland in sandige Erde setzen. Mit einer Abdeckung die Triebe vor Wind und Sonne schützen, bis sich Wurzeln gebildet haben.

Der Lavendel benötigt nun einen Rückschnitt. Dabei werden alle Blütenstiele vollständig entfernt. Beblätterte Triebspitzen können als Stecklinge verwendet werden.

 

Gemüselager vorbereiten

Die Lagerräume sollen allmählich vorbereitet und hergerichtet werden. Denken Sie aber daran, dass Obst und Gemüse möglichst nicht gemeinsam gelagert werden sollen. Insbesondere reife Äpfel aber auch anderes Obst produzieren Äthylen-Gas, was den Reifeprozess anderer Früchte und Gemüse stark beeinflusst und beschleunigt.

 

Paradeiser

Sie benötigen besondere Pflege. Achten Sie auf gleichmäßige Bodenfeuchte. Gießen Sie nicht über die Blätter, sondern nur zur Wurzel. So können Sie Pilzkrankheiten vorbeugen.

Entfernen Sie jetzt nicht nur die neuen Seitentriebe an den Paradeisern. Kappen Sie auch den Haupttrieb, da die jetzigen Blüten nicht mehr ausreifen.

 

Radieschen

Jetzt können wieder Radieschen angebaut werden. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen nur etwa vier bis fünf Wochen. In der kühleren Zeit werden sie nicht so scharf.

 

Rhabarber

Bei der Anpflanzung von Rhabarber muss darauf geachtet werden, dass ein Auge auf Bodenhöhe bleibt. Ab dem zweiten Jahr nach der Pflanzung werden etwa ein Drittel aller Blattstiele abgerissen und nicht abgeschnitten. Um die Wurzelstöcke zu schonen, sollten die ab Mai erscheinenden Blütenstände regelmäßig ausgebrochen werden.


Rhabarber

 

Vogerlsalat

Bis Ende Oktober kann dieser Herbst- und Wintersalat ausgesät werden. Dabei sollten die Samen nicht zu dicht liegen, da sonst die Pflanzen später auseinandergezogen werden müssen. Wichtig für den Anbau ist auch die richtige Saattiefe von 1 cm, da zu flache Saaten zu schnell austrocknen.

 

Schädlinge

In diesem Monat beginnen die Schnecken ihre Eier abzulegen. Entfernen sie am Boden liegende Bretter und andere Unterschlupfmöglichkeiten. Schon abgelegte Eier mit dem Rechen an die Sonne bringen, damit sie austrocknen.

Gegen Ameisenbefall im Gemüsebeet hilft der Anbau von Lavendel, dessen wohlriechenden Duft die Tiere nicht mögen.

Die Blätter des Holunders finden zur Wühlmausvertreibung gute Verwendung. Ein Sud aus eingestampften Blättern, der einige Zeit an einem sonnigen und warmen Platz aufbewahrt wird, eignet sich zum Vertreiben der geruchsempfindlichen Wühlmäuse.