ARBEITSTIPPS für den OKTOBER

Stephan Waska

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ZIERGARTEN

 

Kalidüngung für die Winterhärte

Wenn im September noch kein Patentkali gestreut wurde, soll dies in den ersten Tagen des Oktobers nachgeholt werden. Alle Sträucher, Pfirsichbäume, Rosen und vor allem die immergrünen Pflanzen brauchen für eine bessere Winterhärte das Kali zur besseren Frosthärte. 2 bis 3 kg/100 m² werden gestreut und wenn trockenes Wetter herrscht, auch gut eingegossen.

 

Hecken- und Sträucherschnitt

Formierte Hecken können jetzt noch zurückgeschnitten werden. Vor allem starkwüchsige Gehölze wie Feldahorn, Buchen oder Liguster bleiben besser in Form durch einen Rückschnitt.

Bei frühjahrsblühenden Sträuchern (z. B. Forsythie, Flieder usw.) werden jetzt nur abgebrochene oder abgestorbene Äste entfernt, der Schnitt erfolgt bei diesen Arten erst nach der Blüte.

 

Balkonkästen

Balkonkästen werden noch vor dem ersten Frost entleert und gereinigt sowie für eine eventuelle Winterbepflanzung vorbereitet. Wenn Sie Ihre Balkonkästen mit Koniferen oder anderen wintergrünen Pflanzen verschönern möchten, sollten Sie jetzt diese jetzt pflanzen. So haben sie noch die Möglichkeit, vor den strengen Frösten gut einzuwurzeln.

 

Falllaub

Von Rasenflächen muss das Falllaub immer wieder rasch entfernt werden. Mit Rechen oder Fächerbesen wird das Falllaub relativ kraftaufwendig zusammengefegt. Einfacher ist es, das Laub mit dem Rasenmäher im Grasfangsack zusammenzusammeln. Damit werden Wurzeln und Triebe vor winterlichen Einflüssen geschützt. Noch besser ist es, wenn es auf den Kompost gebracht wird.

 

Gartenhäcksler

Dieses wichtige Gerät hat nun Saison. Alle bereits zurückgeschnittenen und bereits gestorbenen Pflanzenteile werden klein gehäckselt und als Mulch unter Sträuchern oder zwischen den Stauden gebreitet. Wer das Häckselmaterial gleich auf den Kompost bringen will, soll es mit restlichem Grasschnitt mischen und abschließend Kalkstickstoff dazugeben. Je kleiner alle Pflanzenreste sind, desto rascher verrotten sie am Kompost.


Gartenhecksler

 

Gartenmöbel

Die meisten Gartenmöbel müssen jetzt eingelagert werden, da einige Hölzer weder Frost noch

Feuchtigkeit vertragen. Vor der Einlagerung werden Holzmöbel noch gründlich mit ölhaltigen Schutzmitteln eingelassen, dann ist das Holzschutzmittel bis zum Frühjahr gut eingetrocknet.

 

Dahlien

Nach dem ersten Nachtfrost müssen die Dahlienknollen vorsichtig ausgegraben werden. Die oberirdischen Pflanzenteile werden abgeschnitten. Lassen Sie die Knollen nachtrocknen, bevor sie in das Überwinterungslager kommen. In flachen Kisten werden sie dann mit Sägemehl oder Rindenmulch abgedeckt. Damit bleiben sie bis zum Frühjahr fest und prall. Die Überwinterungstemperatur soll 4 bis 5 °Celsius betragen.


Dahlia – Hybriden

 

Gladiolen und andere Knollenpflanzen

Auch sie werden nach dem ersten Frost ausgegraben und zum Nachreifen an einem trockenen, frostfreien Platz gelagert. Wenn alle oberirdischen Teile völlig trocken sind, werden sie vorsichtig entfernt (abgeschnitten oder abgebrochen), die unter der neuen Knolle noch vorhandene Altknolle vorsichtig entfernt und dann trocken und ebenfalls bei 4 bis 5 °C gelagert.

Kübelpflanzen

Nun wird es höchste Zeit, kälteempfindliche Kübelpflanzen ins Winterquartier zu bringen.

Pelargonien, Fuchsien, Dreimasterblume (Bougainvillea), Bleiwurz (Plumbago), Engelstrompete (Datura), Enzianstrauch (Solanum) und andere müssen noch vor den ersten Frösten in kühle, helle Räume gebracht werden. Vorher die Pflanzen noch gründlich auf Schädlingsbefall untersuchen und alle abgestorbenen, verwelkten Teile entfernen.

Zitronen-, Mandarinen-, Orangen-, Limetten- oder Kumquatpflanzen brauchen im Winterquartier einen lichtreichen Platz, jedoch keine direkte Sonne. Je heller die immergrünen Zitrusgewächse stehen, umso wärmer darf es sein. Dabei die Wurzeln gerade eben feucht halten.


Cestrum elegans – Hammerstrauch

 

Oleander kann noch bis -5 °C im Freien bleiben und sollte vor der Überwinterung nicht beschnitten werden. An den vorhandenen Triebspitzen bilden sich die Knospen für das nächste Jahr.

Gegen Schild- und Wollläuse werden Lizetan Combistäbchen NEU in die Topferde gesteckt. Der Wirkstoff wird über die Wurzeln aufgenommen und auch zu versteckt sitzenden Schädlingen transportiert.

Gegen Ameisennester in Kübelpflanzen hilft ein mehrstündiges Tauchbad des Wurzelballens.

 

Winterharte Kübelpflanzen

Egal ob es sich um Obstbäume und –sträucher, um winterharte Zierpflanzen oder andere Pflanzen handelt, sie müssen unbedingt in frostfesten Gefäßen gehalten werden. Denn bei Minusgraden friert das in der Topferde enthaltene Wasser und sprengt sonst die Gefäße.

Entfernen Sie die Untersetzer und stellen Sie die Gefäße etwas erhöht auf Styropor oder Holzleisten. Das hilft gegen Staunässe und Bodenfrost. Zusätzlich werden die Töpfe dieser Pflanzen am besten durch Abdecken mit Vlies oder Kokosmatten geschützt. Auch muss darauf geachtet werden, dass die Pflanzen den ganzen Winter hindurch im Schatten stehen, also nicht von der Sonne beschienen werden können.


Bodendeckerrose Heidetraum

 

Rosen

Die Triebe von Edelrosen werden auf etwa 20 bis 30 cm Länge zurückgeschnitten und mit Erde etwa 10 cm hoch angehäufelt. Hochstammrosen werden eingekürzt und mit Vlies (nicht mit Plastikfolie) umwickelt und so winterfest gemacht. Park- und Strauchrosen bekommen keine Winterverpackung, ihre Triebe werden erst im Frühjahr eingekürzt.

Die abgefallenen Rosenblätter – die meist von Sternrußtau befallen sind – werden über die Bio-Tonne und nicht über den Kompost entsorgt.

 

Rasen

Um Mooswuchs im Rasen zu vermindern, wird es durch nochmaliges Vertikutieren entfernt.

Vorher wird feinkörniger Sand gestreut, der durch das Vertikutieren eingearbeitet wird.  – und nur den Rasen – mit Herbstdünger zu düngen. Mit Kalium versorgter Rasen ist widerstandsfähig gegen Pilzerkrankungen und Frost.

Der Rasen kann noch immer kurz geschnitten werden. Solange die Temperaturen über 5 °C sind, wächst das Gras weiter.


Düngerausbringung mit Streuwagen

 

Nützlinge

Jetzt ist noch ein guter Zeitpunkt, um Nistkästen zu reinigen und anschließend wieder aufzuhängen. Sie bieten den Vögeln Unterschlupf während der kalten Jahreszeit.

Mit einem Reisighaufen oder dem Heckenschnitt bietet man Schädlingsbekämpfern wie Kröten, Spitzmäusen und anderen meist nachtaktiven Tieren ein Überwinterungsquartier.

Für Vögel sollte man als Winternahrung einige Äpfel oder andere Früchte in den Zweigen von Sträuchern und Bäumen hängen lassen.

 

Schnecken

Unter Brettern, die am Boden aufliegen und auch beim Umgraben im Garten sollten Sie auf Schneckeneier achten und diese sofort entsorgen. Entweder in der Sonne liegen lassen oder dem Geflügel anbieten. Auch unsere Singvögel werden diese Leckerbissen dankbar annehmen.

 

 

Zimmerpflanzen

 

Flamingoblume

Anthurien (Flamingoblumen) mit ihren auffälligen Blütenständen sollten zwar hell, aber keinesfalls in der Sonne stehen. Die Blätter der Pflanzen müssen bei trockener Raumluft regelmäßig übersprüht werden.


Anthurium scherzerianum – Flamingoblume

 

Hibiscus

Während der Hibiskus zur Blütezeit reichlich mit weichem Wasser gegossen werden muss, sollte von Oktober bis Januar eine Ruhezeit eingehalten werden. Hat die Pflanze Knospen angesetzt, darf sie auf keinen Fall mehr umgestellt werden. Ebenso wie Ballentrockenheit führt ein Standortwechsel dazu, dass die empfindliche Pflanze ihre Knospen abwirft.

 

Kakteen

Bei Kakteen das Gießen langsam einstellen und die Pflanzen in einem kühleren Raum überwintern lassen, damit sie im Frühjahr wieder blühen.

 

Zyklamen

Zu den beliebtesten Herbst- und Winterblühern gehört die Zyklame. Sie gedeiht am besten bei eher niedrigen Raumtemperaturen um 10 – 16 °C. Bei höheren Temperaturen wirft die Pflanze mitunter Blätter ab.

 

Obst

 

Baumanstrich

Baumstämme und die ersten Äste werden jetzt an trockenen Herbsttagen mit einem gut haftenden Baumanstrich (keine Dispersionsfarben!) versehen. Damit werden Frostrisse verhindert, die bei stark wechselnden Temperaturen auftreten.


Baumanstrich

 

Neupflanzung

Jetzt können robuste Obstgehölze wie Apfel, Birne, Kirsche oder Pflaume gepflanzt werden.- Empfindliche Arten wie Kiwi, Pfirsiche und Marillen werden erst im Frühjahr gepflanzt. Dabei dürfen die Bäume nicht zu tief im Pflanzloch stehen. Die verdickte Veredelungsstelle sollte etwa 10 bis 15 Zentimeter über der Erdoberfläche liegen.

 

Pflanzgruben

Heben Sie für jeden Baum – der späteren Größe, d. h. dem Kronendurchmesser angepasst – drei bis fünf Quadratmeter Boden zwei Spatenstiche tief heraus. Der Aushub wird mit 10 bis 15 Liter Kompost gut durchmischt, damit Ihr Baum beim Start ,,rundherum“ glücklich“ wird.

Die Wurzeln der Bäume werden vorher einige Stunden in Wasser gestellt, da sie ausgetrocknet sein könnten. Vor der Pflanzung werden alle Wurzeln mit einem scharfen Messer oder einer Bypass-Gartenschere frisch angeschnitten. Vor der Pflanzung wird ein Baumpfahl an die Nordwestseite des Stammes gesetzt. Der Baum wird so tief gepflanzt, dass die Veredlungsstelle (ein deutlich sichtbarer Knoten über dem Wurzelhals) gut 10 bis 15 cm über dem Boden bleibt. Die Erde wird vorsichtig angetreten und eine flache Mulde mit Gießrand gebildet. Dann gießt man 10 bis 15 Liter Wasser hinein.


Der Baumpfahl wird schon vor der Pflanzung eingeschlagen

 

Schädlinge

Wenn bis jetzt die Obstbäume vor Insekten durch Wellpapierstreifen geschützt wurden, müssen diese sofort nach dem Entfernen verbrannt werden. Der Stamm sollte an diesen Stellen gründlich gereinigt, eventuell mit Farnextrakt abgebürstet werden.

 

Wühlmäuse

Jetzt sollten Sie besonders auf Wühlmausbefall achten und bei Bedarf Kastenfallen einsetzen.

 

Gemüse

Artischocken

Artischocken sind mehrjährig und überstehen im Freien unter einer Laub- und Reisigdecke problemlos die Wintermonate.


Artischoke

 

Bohnen und Tomaten werden im Laufe des Oktobers abgeräumt, ihre Blätter vorsichtshalber nicht kompostiert, sondern so entsorgt, dass von ihnen keine Ansteckungsgefahr durch Erreger von Blatterkrankungen ausgeht. Diese überwintern am Kraut und können dann im nächsten Jahr von dort aus die folgenden Kulturen infizieren.

 

Endivie

Endivien, Zuckerhut und Radicchio vertragen leichte Fröste bis -3 °C und können in milden Lagen mit einem Vlies geschützt noch auf dem Beet bleiben.

 

Chinakohl, dessen Ernte im Oktober beginnt, kann bis in den Dezember verzögert werden. Chinakohl verträgt Temperaturen bis zu -8 °Celsius. Bei zu starken Frösten ist es ratsam, den Chinakohl mitsamt den Wurzeln auszugraben und in einem luftigen Keller einzuschlagen.

 

Gewächshaus

Bevor das Gewächshaus mit Aussaaten belegt wird, sollten die Scheiben noch einmal gründlich gereinigt werden. Staub, Blattreste und Pflanzensäfte bilden auf den Scheiben von Gewächshäusern häufig einen idealen Nährboden für Krankheitskeime. Daher sollten nicht nur die Seitenwände, sondern auch das Dach des Glashauses gründlich mit einer Seifenlösung abgeschrubbt werden.

 

In unbenutzte Gewächshäuser können winterharte Kräuter wie zum Beispiel Oregano, Schnittlauch und Petersilie gepflanzt werden.

Unbedingt erforderlich ist das regelmäßige Lüften an frostfreien Tagen. Durch das Gießen im Winter, das nur sehr eingeschränkt durchgeführt werden soll, kann sich durch zu hohe Luftfeuchtigkeit Schwitzwasser bilden.

Viele geheizte und nicht geheizte Kleingewächshäuser werden an den Stehwänden für zusätzlichen Frostschutz außen mit Noppenfolie bespannt. Diese Maßnahme sollte ab Mitte

des Monats auf vorher gereinigten Glas- oder Kunststoffscheiben erfolgen. Zum Bedecken

von Frühbeeten sind ebenfalls Noppenfolie und Strohmatten für die ersten kalten Nächte bereit zu legen.

 

Noppenfolie anbringen

Selbst einfachverglaste Gewächshäuser können durch eine zusätzliche isolierende Schicht mit dicker Noppenfolie im Winter auch ohne Heizung (fast) frostfrei gehalten werden. Zur Befestigung gibt es einfache Saugnapf-Clip-Systeme, mit denen die Folie sturmsicher an der Außenseite der Eindeckung befestigt werden kann. Von innen sollte die Folie nicht angebracht werden, da sich sonst zwischen Folie und Glas Schwitzwasser bildet, das eine Schimmelbildung fördert.

 

Karotten

Für die Lagerung angebaute Karottensorten haben nach einer Kulturzeit von 100 bis 120 Tagen die Erntereife erreicht. Wenn die Größe der Rüben und die Gesundheit des Laubes es zulassen, sollten die Möhren so lange wie möglich im Boden bleiben. Sie haben im Spätherbst an warmen Tagen noch einen beträchtlichen Zuwachs. Die Ernte kann bis Ende Oktober hinausgeschoben werden. Leichte Nachfröste schaden den Rüben nicht.

 

Knoblauch

Knoblauch kann nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Oktober gesetzt werden. Die winterharten Zehen können noch reichlich Wurzeln bilden. Setzen Sie gesunde Exemplare in kräftige, humose Erde. Schwere Böden reichern Sie mit Sand und Kompost an.

 

Kren

Kren kann auch im Dezember noch frisch geerntet werden, solange der Boden frostfrei ist. Zur Lagerung sollte er nach dem Ausgraben in feuchten Sand gelegt werden.

 

Kräuter auf der Fensterbank

Schnittlauch wird im Garten vorsichtig ausgegraben. Oftmals sind es schon größere Stöcke, die vorsichtig geteilt und in Balkonblumenerde, die mit etwa 50% Sand gemischt ist, eingetopft.

Basilikum als eher kurzlebige Pflanze wird direkt in einen Topf gesät.

Petersilie ausgraben und eintopfen gelingt nur bei jungen Pflanzen, daher ist es sicherer ebenfalls in einen Topf zu säen. Dazu wird der Samen 24 Stunden in warmem Wasser vorgequollen und dann sofort gesät. Nach etwa 3 Wochen sind die jungen Pflänzchen schon da und wachsen im Laufe des Winters zu erntereifen Pflanzen heran.

Rosmarin wird schon im Sommer aus Stecklingen vorgezogen und hat dann ebenfalls am Fensterbrett Platz.

Lorbeerbäumchen, die wegen ihrer würzigen Blätter gerne gehalten werden, müssen bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C überwintern.

Vogerlsalat

Bei einem späten Kulturende von Tomaten, Paprika oder Gurken kann als Folgekultur Vogerlsalat für eine Februarernte bis zum 10. des Monats gesät werden.


Vogerlsalat