Ziergarten

Blauregen, Glycine

Damit der Blauregen (Wisteria) jährlich eine reiche Blüte hervorbringt, ist die Förderung

von Blütenholz wichtig. Dazu werden alle unerwünschten Triebe auf eine Länge von etwa 20 cm zurückgeschnitten. Erst im Jänner werden dann die Triebe auf zwei bis drei Knospen eingekürzt. Wichtig: Ausgiebig wässern und nicht mehr düngen, damit das Holz ausreifen kann.

Blauregen

Giftpflanzen im Garten

Damit den immer neugierigen Kindern nichts passiert, müssen die Früchte von Giftpflanzen wie Schneeball, Goldregen, Maiglöckchen, Aronstab, Pfaffenhütchen, Seidelbast, Kirschlorbeer, Glycine und Liguster abgeschnitten werden!

Giersch

Auch Bodenholunder oder Erdholler genannt, ist ein lästiges Unkraut. Durch unterirdische Rhizome gelangt Aegopodium podagraria überallhin. Der Giersch liebt Nährstoffe, kommt aber auch ohne sie aus, er schätzt Feuchtigkeit und Schatten, wächst allerdings auch in der Sonne. Wem das Ausgraben der unterirdischen Rhizome zu lästig ist, kann die Blätter wie Spinat zubereiten und hat einen feiner Petersilienersatz für gekochte Erdäpfel. Durch das ständige Abrupfen der Blätter wird die Pflanze ausgehungert und stirbt ab.

Giersch

Hecken

Im August können Hecken noch einmal in Form gebracht werden. Wenn Thujen, Hainbuche, Liguster oder Rotbuche jetzt geschnitten werden, treiben die Pflanzen bis zum Winter noch einmal kurz aus, behalten jedoch ihre Form bis zum nächsten Frühjahr. Wenn der Sommer sehr trocken ist, müssen Fichten- und Thujenhecken regelmäßig gegossen werden, da sie im Unterschied zu anderen Nadelgehölzen sehr empfindlich auf Trockenheit reagieren.

Herbstzeitlose

Gegen Ende August ist Pflanzzeit für Herbstzeitlose. Die Zwiebel sollte an einem halbschattigen Ort etwa 10 bis 15 Zentimeter tief eingesetzt werden. Beim Einsetzen immer Handschuhe tragen, da die Herbstzeitlose in allen Teilen sehr giftig ist.

Herbstzeitlose

Immergrüne Gehölze

Ende August oder spätestens Mitte September sollen immergrüne Sträucher und Hecken wie Scheinzypresse, Kirschlorbeer oder Eiben gepflanzt werden. So haben sie genug Zeit, um gut einzuwurzeln und anzuwachsen, bevor der Winter kommt. Pflanzt man sie zu spät im Jahr, können sich nicht genügend neue und feine Wurzeln bilden, die für die Wasseraufnahme nötig sind. Dadurch es kann zu massiven Trockenschäden kommen.

Maulwurf

Wenn der Maulwurf im Garten lästig wird, kann man versuchen, das unter Naturschutz stehende Tier mit übel riechenden Tüchern zu vertreiben. Dazu werden die Stoffe beispielsweise mit Petroleum, Terpentin oder anderen penetranten „Düften“ getränkt.

Maulwurf (Fotolia)

Mulchen

Um die Erde auf den Beeten vor Austrocknung zu schützen, kann die Mulchschicht wieder ergänzt, aber nicht zu dick aufgetragen werden. Eine 3 bis 4 cm starke Schicht ist ausreichend.

Rhododendron

An Rhododendren legen jetzt die grünen, orange gestreiften Zikaden ihre Eier ab, wobei sie gleichzeitig den Pilz Pycnostysanus azaleae übertragen, der durch Verletzungen an der Knospenbasis in die Pflanzen eindringt. Dort verursacht er die „Knospenbräune“, die zum Absterben der Blütenknospen führt. Die Zikaden müssen deshalb rechtzeitig durch das Aufhängen von Gelbtafeln abgefangen werden.

Rhododendron-Zikade

Sommerflieder

Wenn man jetzt die verblühte Rispen entfernt, blüht der schöne Zierstrauch ein zweites Mal.

Stecklinge

Im August können Stecklinge von Fuchsien, Geranien, Oleander oder Engelstrompeten geschnitten werden. Dazu die noch weichen Triebe an den Spitzen abschneiden, die unteren Blätter abstreifen und sie in Töpfe mit einer Aussaaterde-Sand-Mischung stecken. Über die Töpfe werden klare Foliensäckchen gestülpt, damit die Verdunstung gehindert wird. Sobald sich neue Blättchen bilden, hat der Steckling Wurzeln gebildet. Ein vorsichtiges Gießen in dieser Zeit ist wichtig.

Obstgarten

 

Brombeeren

Brombeerruten-Seitentriebe werden auf zwei bis drei Augen eingekürzt. Das fördert die Blütenknospenbildung für das nächste Jahr.

Brombeere Navaho (M. Wiesenhofer)

Erdbeeren

Erdbeerbeete sollen nach zwei oder drei Jahren erneuert werden. Jetzt ist der günstigste Monat, um neue Erdbeerbeete anzulegen. Nach einer Erbsenvorkultur gedeihen Erdbeeren besonders gut.

Ernten

Da nicht immer alle Früchte gleichzeitig reifen, sollten Obstgehölze regelmäßig durchgepflückt werden. Das gilt vor allem für frühe Birnen und Äpfel, wie auch für Brombeeren.

 

Fallobst

Fallobst sollte immer gleich aufgesammelt werden. Es ist nicht nur eine Brutstätte für viele Schädlinge, auch Wühlmäuse werden von den abgefallenen Früchten angezogen.

Himbeeren

Die Himbeerruten-Krankheit wird durch Abschneiden der abgetragenen Ruten bekämpft – die Ruten müssen bis ganz am Boden abgeschnitten werden. Auch überzählige junge Ruten werden abgeschnitten – etwa 7 Ruten sollen pro m² verbleiben.

Rutenkrankheit der Himbeere

Nussbaum

Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um an Walnussbäumen den Baumschnitt vorzunehmen. Dabei schwache, verletzte, dürre und nach innen wachsende Triebe entfernen.

Ribisel

Bei der Ernte von Johannis- und Stachelbeeren wird der Boden um die Sträucher meist festgetreten. Damit die Wurzeln atmen und wieder Nährstoffe aufnehmen können, muss man den Boden lockern und mit Kompost oder Torf bedecken. Außerdem werden die Sträucher ausgelichtet. Jetzt, im belaubten Zustand, erkennt man am besten, welche Triebe den Strauch am meisten verdichten. Triebe, die älter als drei Jahre sind, werden bis zum Boden zurückgeschnitten.

Weichseln

Sind die letzten Weichseln geerntet, soll man nicht versäumen, nach kranken Trieben zu suchen. Hier findet man meist von Zweigmonilia befallene dürre Triebe, die man jetzt bis auf gesunde Holzteile zurückschneidet. Es sollen möglichst viele Jungtriebe mit guter Stellung zum Licht in der Krone verbleiben, weil nur diese die schönsten und größten Früchte zu tragen vermögen.

Moniliakranke Weichseltriebe

Zwetschken

Bei der Ernte der Pflaumen und Zwetschken, die für den Frischgenuss bestimmt sind, sollen die Früchte nicht angefasst werden, weil sonst Fingerabdrücke auf dem bläulichen, wachsartigen Überzug verbleiben. Man erntet also mit dem Stiel, indem man ihn anfasst und vom Fruchtholz löst.

Gemüsegarten

 

Bodenlockerung

Nach Niederschlägen soll der Boden zwischen stehenden Kulturen zum Verdunstungsschutz baldigst mit einer Ziehhacke oder einem Grubber gelockert werden.

Endivien

Ende August ist der optimale Pflanztermin für Endivie. Ab Oktober können dann die ersten Salatköpfe geerntet werden.

Ernte

Gemüsearten wie Bohnen, Karotten Rote Rüben, Salate und Mangold erntet man am besten am späten Nachmittag, da zu dieser Tageszeit der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen am höchsten ist.

Vogerlsalat

In den nächsten 4 bis 6 Wochen kann in regelmäßigen Abständen Vogerlsalat für die

Herbst- und Winterernte gesät werden. Das Saatgut sollte gut keimfähig und nicht älter als 2 bis 3 Jahre sein. Der Boden sollte feinkrümelig und unkrautfrei sein. War vor dem Vogerlsalat eine gut gedüngte Kultur wie Karfiol oder Brokkoli auf dem Beet, kann auf eine Düngung verzichtet werden. Ansonsten sind 40 bis 50g/m² Hornspäne, 70 bis 80g/m² eines organischen, 30 bis 40 g/m² eines mineralischen Volldüngers nach dem Auflaufen des Saatgutes gegeben werden.

Fenchel

Fenchel bekommt besonders zarte und schneeweiße Knollen, wenn man die Pflanzen zwei Wochen vor der Ernte anhäufelt. Dabei sollten die fleischigen Blattstiele vollständig bedeckt sein, der grüne Teil der Blätter bleibt hingegen frei.

Gründüngung

Anstatt Gemüsebeet Flächen nach der Ernte einfach brach liegen zu lassen, kann man auch die Natur für sich arbeiten lassen. Phacelia, auch Bienenfreund genannt, keimt rasch und bringt bald eine reiche Blüte als Bienenweide. Die Pflanzen beschatten den Boden und lockern ihn. Im Spätherbst bleiben die Phacelia-Reste am Boden liegen und werden nach dem Winter eingearbeitet. So erhöhen sie den Humusgehalt des Bodens.

Phacelia tanacetifolia Rainfarn-Bienenweide

Karfiol

Karfiol und Brokkoli für die Ernte im Oktober müssen jetzt regelmäßig gut gewässert werden, um in trockenen Zeitabschnitten das Aufplatzen einzelner Knospen zu vermeiden.

Kompost

An heißen Sommertagen trocknet der Komposthaufen sehr schnell aus. Er sollte nun häufig befeuchtet werden.

Kürbisse

Gegen Ende August werden die ersten Kürbisse reif. Sobald sich der Stiel des Kürbisses hart wie Holz anfühlt und nicht mehr gedrückt werden kann, ist der Kürbis ausgereift. Die Früchte werden nach der Ernte trocken und nicht zu kühl gelagert, dann halten sie sich monatelang.

Kürbis-Ausstellung

Tipps zum Ernten von Kräutern

Basilikum

Von diesem mediterranen Würzkraut werden Teile der Triebe abgebrochen. Da sich das Aroma beim Trocknen schnell verflüchtigt, ist das Einfrieren oder die Konservierung in Öl zu empfehlen. Das Abbrechen der Triebe fördert den buschigen Wuchs.

Petersilie ist frisch besonders aromatisch. Getrocknet verliert sie ihre Würzkraft. Besser ist es, sie in kleinen Portionen einzufrieren. Hier lassen sich Eiswürfelbehälter gut zweckentfremden. Die Petersilie wird klein geschnitten und in die Fächer des Eiswürfelbehälters gefüllt und mit etwas Wasser aufgegossen. So kann man die Petersilie den ganzen Winter über wie frisch aus dem Tiefkühlfach holen.

Bohnenkraut kann ständig geerntet werden. Das meiste Aroma entwickelt das Gewürzkraut während der Blüte. Geerntet werden nur Blätter und Triebe. Getrocknet oder eingefroren behält das Bohnenkraut sein Aroma.

Dill

Die feinen Blätter des Dillkrautes eignen sich gut zum Trocknen. Einfrieren oder Einlegen in Öl sind allerdings noch bessere Konservierungsmethoden.
Der herbe Geschmack der Estragonblätter und -triebe bleibt durch das Einlegen in Essig und Öl am besten erhalten.

Vom Kerbel werden die jungen Blätter verwendet bis die Blüte erscheint. Einfrieren erhält das Aroma, Trocknen ist nicht zu empfehlen.

Liebstöckel

Die Blätter des Liebstöckels (Maggikraut) eignen sich zum Würzen von Suppen und Fleischgerichten. Sie werden frisch den ganzen Sommer über verwendet. Sie lassen sich aber auch trocknen und einfrieren.

Liebstöckel – Maggikraut

Lorbeer

hält man sich einen kleinen immergrünen Strauch am Balkon oder Fenster. Durch regelmäßiges Stutzen bleibt er buschig. Die Blätter werden sowohl frisch als auch getrocknet verwendet.

Rote Rüben

In den letzten Augusttagen können schon Rote Rüben geerntet werden, dabei ist darauf zu achten, dass der Rübenkörper nicht verletzt wird. Der Blattschopf darf nicht abgeschnitten, sondern nur abgedreht werden.

Rucola

Bis in den September hinein kann die Salatrauke gesät werden. Sie entwickelt sich rasch und kann bereits nach drei Wochen verspeist werden. Halbwegs günstige Witterung und ein wohlgedüngter Boden vorausgesetzt.

Rucola Salat

Zuckerhut

Noch kann Zuckerhut in das Gemüsebeet gesät werden. Ende Oktober ist das krautartige Zichoriengewächs erntereif.

 

Allergiepflanze AMBROSIA

 

Allergiker kennen das Problem: laufende Nase, gerötete Augen, Asthmaanfälle. Jetzt rückt eine ,,neue“ Pflanze als Allergieauslöser in den Blickpunkt: Das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisifolia). In USA trägt sie den Beinamen ,,Ragweed“ (,,Lumpenkraut“), in Australien heißt sie ,,Asthma-Pflanze“, obwohl Ambrosia eigentlich die griechische Götterspeise ist, die unsterblich macht.

Herkunft/Verbreitung

Ambrosia ist ein Immigrant aus Nordamerika, der erstmals 1863 in Deutschland beschrieben wurde. Seit Anfang der 1990er Jahre ist eine verstärkte Ausbreitung nach Asien, Südamerika und Europa zu beobachten. Besonders in Ungarn, Rumänien, Kroatien. Slowenien, Österreich, Italien und der Schweiz wurden vermehrt Pflanzen beobachtet. Auch in den wärmeren Regionen Deutschlands hat sich Ambrosia etabliert. Mit einer weiteren Ausbreitung durch Wind, Vögel und den Menschen ist zu rechnen.

Ambrosia liebt warme Standorte, ist aber wenig konkurrenzfähig gegenüber anderen Pflanzen. Deshalb wächst sie gerne am Straßenrand, Waldrand, an Bahnlinien, in Neubau- und Industriegebieten. In Gärten ist sie häufig in der Umgebung von Vogelfutterplätzen zu finden, da die wichtigste Quelle mit Ambrosiasamen verunreinigtes Vogelfutter ist.

Äußere Merkmale

Ambrosia artemisifolia gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist einjährig und stirbt im Winter ab, vermehrt sich also nur über Samen. Sie keimen ab dem Frühjahr bis in den Sommer hinein, die Hauptblütezeit liegt zwischen August und Oktober. Dadurch verlängert Ambrosia die kritische Zeit für Allergiker um 2 Monate.

Die gefiederten Blätter sind oberseits leicht behaart und beidseitig grün. Die unauffälligen männlichen Blüten sitzen traubenartig am Ende der Triebe, die weiblichen Blüten in den Blattachseln. 1 Pflanze kann bis zu 60 000 Samen ausbilden, der bis zu 40 Jahre keimfähig bleibt. Das Problem für Allergiker: 1 Pflanze kann bis zu I Milliarde Pollen produzieren.

Gefahren und Bekämpfung

Ambrosiapollen gelten als Auslöser von Heuschnupfen, Bindehautentzündung und Asthma

und gehören zu den stärksten Allergenen überhaupt. Bereits 11 Pollen/m³ Luft sollen bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen. Auch der Kontakt mit der Pflanze bzw. dem Pflanzensaft führt zu allergischen Reaktionen.

Bekämpfung:

Pflanzen vor der Blüte komplett entfernen, um das Aussamen zu verhindern.
Blühende Pflanzen: beim Ausreißen Handschuhe, Schutzbrille und Maske tragen.
Pflanzen über Restmüll entsorgen. nicht kompostieren (Samenverbreitung).