ARBEITSTIPPS für den JULI

Stephan T. Waska

Ziergarten

 

Bewässerung

An heißen Tagen kann die Verdunstung über den Boden 5 bis 8 l/m² betragen, das sind in einer Woche gut 35 bis 55 l/m². Gießen Sie lieber in den Morgenstunden. Dann können die Pflanzen tagsüber abtrocknen. Nachtfeuchte Pflanzen und Beete fördern Schnecken und Pilzkrankheiten.

 

Balkon

Nachdem sich nun die Balkonblumen und Kübelpflanzen gut eingewurzelt haben, müssen sie jetzt laufend mit Flüssigdünger versorgt werden, damit der üppige Flor bis in den Herbst andauert. Aber Vorsicht, zu viel Dünger schadet mehr als er nützt. Diese Pflanzen wollen lieber eine gleichmäßige tägliche Versorgung mit Nährstoffen als eine wöchentlichen Düngerstoß. Daher wird das Gießwasser zu einer 0,05%igen Düngerlösung aufbereitet. Das sind 5 g oder ml Dünger pro 10 Liter Gießwasser.

Nicht nur bei Gemüsebeeten, auch in Balkonkästen und Pflanzgefäßen verdichtet sich die Erde durch häufiges Gießen. Um den Luftaustausch in diesen Trögen und Töpfen zu verbessern, sollte die Erdoberfläche mit einer kleinen Harke oder ausgedienter Essgabel vorsichtig aufgekratzt werden.

Blumenwiese

Mancher Gartenbesitzer hat seine grüne Rasenfläche in den letzten Jahren ganz oder teilweise auf eine Blumenwiese umgestellt. Muss man beim Zierrasen während der Hauptwachstumszeit normalerweise wöchentlich zum Mäher greifen, ist dies bei einer Blumenwiese nur noch ein- bis höchstens dreimal im Jahr nötig.

Im Allgemeinen sollte eine Blumenwiese gemäht werden, wenn die Mehrzahl der Wiesenblumen verblüht und die Samenreife abgeschlossen ist, damit die Samen wieder an Ort und Stelle ausfallen. Auf keinen Fall darf tiefer als 5 bis 6 cm Höhe gemäht werden. Kann der klassische Rasenmäher dies nicht leisten, hilft nur die Sense oder Sichel oder aber ein Balkenmäher. Bei einer Blumenwiese muss man das Mähgut abräumen, sonst kann es zu einer Schädigung der Wiesennarbe kommen. Gleichzeitig ist gewährleistet, dass die Blumensamen trocknen und noch auf der Wiese ausfallen. Durch das Entfernen des Mähguts werden dem Standort Nährstoffe entzogen, was zu einer natürlichen Abmagerung des Bodens führt, der Voraussetzung für eine schöne Blumenwiese. Das anfallende Material lässt sich gut kompostieren.

Hacken und Jäten

Im Sommer gehört das Lockern der Erdoberfläche zu den wichtigsten Kulturmaßnahmen.

Das gilt nicht nur für Gemüsebeete, sondern für alle Teile des Gartens. Hacken muss man nach jedem Regen oder wenn gegossen wurde. Man wartet, bis der Boden oberflächlich abgetrocknet ist und nicht mehr an der Hacke haftet. Auch werden aufkommende Unkräuter dadurch gleich mitbeseitigt. Durch das Hacken hält sich die Bodenfeuchtigkeit länger. Wurde eine Bodenbedeckung aufgebracht, erhält diese weitgehend die Bodenfeuchtigkeit und man muss kaum hacken.

 

Heckenschnitt

Nach der Brutzeit der Vögel können Laubgehölzhecken aus Hainbuche, Liguster oder Feldahorn geschnitten werden. Nur die Jungtriebe entfernen, damit sich rasch ein neuer Austrieb bildet.

Hecken immer trapezförmig schneiden, damit die unteren Äste nicht verkahlen

Hitzestress in schwarzen Gefäßen

Wenn Kübelpflanzen im Hochsommer Welkeerscheinungen zeigen, liegt es nicht immer am Durst. In schwarzen Kunststoffgefäßen machen empfindliche Wurzeln, die am Rand wachsen,

manchmal trotz ausgiebiger Bewässerung schlapp und verschmoren. An heißen Sommertagen kann sich die Temperatur an der Topf-Sonnenseite auf über 45 °C stauen! Greifen Sie deshalb besser zu hellen Gefäßen oder schattieren Sie dunkle mit Bambusmatten oder hellen Übertöpfen.

Kompost

Braucht man im Herbst Kompost, sind ältere Erdhaufen möglichst im Juli noch einmal umzuarbeiten. Dabei kommt das Innere der Haufen nach außen und das Äußere nach innen.

Oleandertrieb mit Wucherungen

Das ist das Schadbild des Oleanderkrebs. Diese Bakterienkrankheit bricht häufig zuerst an den empfindlichen Blütenständen aus. Die braunschwarzen, karfiolähnlichen Wucherungen bilden sich auch an Trieben und Blättern. Schneiden Sie betroffene Triebe tief zurück. Desinfizieren Sie die Schere nach jedem Schnitt mit hochprozentigem Alkohol oder flammen Sie die Klingen ab. So können Sie den Oleanderkrebs eindämmen, Bei guter Pflege bleibt der Oleander erhalten.

Bestgepflegte Oleander-Bäumchen

Regentonnen

Offene Wasserbehälter sind oft große Brutstätten von Mücken. Der beste Schutz dagegen ist ein dicht schließender Deckel, mit dem man den Behälter zudeckt. So können sich vorhandene Larven nicht weiter entwickeln. Sonst hilft nur das Abschöpfen und Vernichten der Larven, die meist an den Rändern nahe der Oberfläche sitzen. In geeigneten Wasserbecken können Fische diese Aufgabe übernehmen.

Rhododendren und andere immergrüne Gehölze

Wenn ihre Wurzelballen völlig ausgetrocknet sind, nehmen sie nur schwer wieder Wasser an. Deshalb sollte man diese Pflanzen regelmäßig gießen.

Rosen

Sie erhalten im Juli die letzte Düngergabe, damit die Triebe bis zum Herbst gut ausreifen.

Düngt man später im Jahr, können die Triebe nicht ausreifen und frieren meist stark zurück, auch in verhältnismäßig milden Wintern. Empfehlenswert ist, beim Düngen im Juli kalireiche Volldünger zu verwenden, bei denen der Stickstoffanteil gering ist. Je Quadratmeter werden30 bis 40 g gestreut und eingehackt. Sehr gut als Dünger für Rosen ist Stallmist geeignet, auch in Form von Pellets aus dem Gartencenter.

Schwertlilien

Wenn die Blühfreudigkeit nachgelassen hat, sollten die Pflanzen mit verzweigten Wurzelstöcken (Rhizome) man mit der Grabegabel ausgehoben werden. Danach wird der Wurzelstock geteilt. Die Blätter kürzt man um etwa ein Drittel, die Wurzeln auf eine Handbreit ein. Beim Pflanzen werden die Wurzeln fächerförmig ausgebreitet und gut angedrückt. Gepflanzt wird so, dass das Rhizom gerade noch sichtbar bleibt. Dies ist besonders bei schweren Böden wichtig. Anschließend wird gründliche Angegossen.

Schwertlilien-Teilung

Stiefmütterchen (Viola x wittrockiana), Tausendschön (Bellis) und Vergissmeinnicht (Myosotis)

Anfang Juli ist der beste Zeitpunkt zur Aussaat von diesen zweijährigen Blühern. Günstig ist ein Saatbeet, bei dem in die obere Erdschicht etwas Balkonblumenerde eingearbeitet wurde. Dies fördert die Bewurzelung der Jungpflanzen. Die Samen sind sehr klein und dürfen deshalb nicht zu dicht gesät werden. Der Raum zwischen den einzelnen Körnern soll etwa 1 cm betragen. Sind die Sämlinge doch zu dicht aufgegangen, muss vereinzelt werden, sobald die Pflänzchen zu fassen sind.

Obstgarten

 

Äpfel und Birnen ausdünnen

Überzählige Früchte, d. h., wenn mehr als eine Frucht pro Blütenbüschel verblieben ist, werden jetzt entfernt. Faustzahl für Äpfel auf schwachwachsenden Unterlagen:

80 bis 100 Früchte/Baum. Das erhöht die Fruchtgröße und Qualität bei der Ernte und ermöglicht die Blütenknospenbildung für das Folgejahr. Beschattete, verletzte, verkrüppelte, schorfige und verhagelte Früchte gilt es ebenfalls zu beseitigen.

Pfirsiche, Nektarinen und Marillen

Auch hier werden jetzt überzählige Früchte entfernt. Der Abstand zwischen den Früchten soll 10 cm betragen.

Erdbeeren-Ausläufer sind nach der Ernte abzuranken.

Von Erdbeeren, die nur zur Fruchtgewinnung dienen, werden sofort nach der Ernte die Ausläufer entfernt. Dies ist, wenn erforderlich, mehrmals zu wiederholen. Mit einem Messer werden die noch unbewurzelten Jungpflanzen vorsichtig von den Mutterpflanzen getrennt. Wo innerhalb der Reihe noch Freiräume existieren, können die Jungpflanzen durchaus die Lücken füllen und helfen, ein dichtes Pflanzenband auszubilden.

Erdbeeranlagen

Erdbeeren sollte man nur zwei bis maximal drei Jahre nutzen und dann sofort nach der Ernte abräumen. Trotz guter Pflege sinkt mit zunehmender Standzeit deutlich die Fruchtgröße, ohne dass der Ertrag ansteigt, und die Pflanzenschutzprobleme nehmen zu. In einem neuen Beet werden jetzt Jungpflanzen gesetzt. Beim Entfernen der Ausläufer sortiert man die größten Jungpflanzen mit Wurzelansätzen aus, hält sie feucht und pflanzt sie umgehend im Abstand von 8 bis 10 cm im Freien oder unter Glas bzw. Folie, wo sie vorläufig bis zur endgültigen Pflanzung stehen bleiben. Wichtig für eine neue Erdbeeranlage sind die Bodeneigenschaften Humusversorgung und pH-Wert. Auf leichten Böden sollte der pH-Wert 5,5 und auf schwerem Boden 5,0 bis 5,5 betragen. Stärker alkalische Böden lieben Erdbeeren nicht. Für organische Düngung sind Erdbeeren sehr dankbar, am besten ist gut verrotteter Kompost. Dadurch werden das Anwachsen und eine gleichmäßige Wasserversorgung gefördert, das Bodenleben wird angekurbelt.

Pflanzung von Erdbeeren

Erdbeermilben

Sie können sehr großen Schaden an den Pflanzen anrichten. Wenn sich die Herzblätter nicht richtig entfalten (kleinbleibend, verkräuselt), kann die gefährliche Weichhautmilbe die Ursache sein. Pflanzen mit solchen Symptomen sind unbedingt zu entfernen. Die mit bloßem Auge nicht sichtbaren, weißlichen Milben leben in großer Zahl im Haarfilz und in den Falten der jungen Blättchen. Sie bilden jährlich mindestens fünf Generationen aus und werden durch hohe Temperatur und Luftfeuchte sowie dichten Bestand begünstigt. Bei Trockenheit ist der Schaden besonders deutlich. Der Befall breitet sich, wenn er nicht beachtet wird, von Jahr zu Jahr aus.

 

Kirschen

Der Schnitt bei oder sofort nach der Ernte ist für Kirschen optimal. Die Schnittwunden verheilen gut und dem lästigen Gummifluss nach starken Eingriffen wird weitgehend vorgebeugt. Der Neutrieb bringt in den Folgejahren am jungen Fruchtholz größere Früchte hervor, die leichter und gefahrloser zu ernten sind. Schwer erreichbare Äste sollte man gleich mit den Kirschen absägen und am Boden abernten! Bei stärkeren Ästen soll beim Schnitt ein etwa 10 cm langer Stummel verbleiben, die mindert die Gefahr von Gummifluss. Nach einigen Monaten wird der Stummel nachgeschnitten. Die Wunden kann man bei trockenem Wetter auch unterstützend mit flüssigem Wundverschlussmittel verschließen.

Kiwi

Kiwipflanzen erhalten nun ihren Sommerschnitt. Durch das Auslichten der Pflanze erhalten die Früchte mehr Sonnenlicht, um besser reifen zu können.

Ribisel, Stachelbeeren

Bei Strauchbeeren ist nach der Ernte ein guter Termin zum Entfernen abgetragener Triebe, das gibt mehr Licht für die Jungtriebe und Knospen.

Ribisel „Rovada“

Die Reifezeiten der Himbeeren

Einmal tragende Sommerhimbeeren blühen und fruchten einmal pro Saison am vorjährigen Holz. Die jungen Triebe aus dem laufenden Jahr blühen also erst in der folgenden Saison. Abgetragene Ruten gleich nach der Ernte bodeneben abschneiden. Von den jungen Ruten bleiben pro laufendem Meter etwa acht der kräftigsten stehen. Alle anderen werden ebenfalls bodeneben entfernt.

Sorten: Glen Ample, Meekeri, Zeva 1′

Zweimal tragende Himbeeren können bereits im Herbst des Wuchsjahres der Ruten und im darauffolgenden Sommer Früchte tragen. Nach der Ernte werden die Ruten bodeneben abgeschnitten.

Sorten: Zeva 3

Herbsthimbeeren wie Autumn Bliss oder Himbotop fruchten auf den diesjährigen Trieben im Spätsommer bis in den Herbst. Im Winter werden die Ruten bodeneben abgeschnitten.

Damit die Himbeeren luftig stehen und sich gleichmäßig entwickeln können, soll immer auf 6 bis 8 Ruten pro Laufmeter ausgelichtet werden.

Schwarzfleckige Walnüsse

Diese Flecken auf der grünen Schale haben verschiedene Ursachen: Walnuss-Fruchtfliege, Xanthomonas-Bakteriose oder Schadpilze (Marssonia, Colletotrichum). Eine chemische

Bekämpfung ist nicht möglich. Sehr wichtig zur Vorbeugung ist das Sammeln und Beseitigen von krankem Falllaub und befallenen Fruchtschalen (madig!) und Nüssen. Laub nur zerkleinert und mit Erde abgedeckt kompostieren.

 

Stippebefall vermeiden mit Calciumdüngung

Stippe ist eine physiologische Krankheit der reifenden Frucht, die durch Calciummangel hervorgerufen wird. Grundsätzlich sollte durch regelmäßige Kalkdüngung das Problem an der Wurzel beseitigt werden. Kalkdüngung im Spätherbst beugt dem Stippebefall am besten vor. Kalksalpeter oder andere blattschonende Calcium- Blattdünger finden während des Sommers Verwendung.

Stippe – Schaden

Gemüsegarten

 

Aussaat

Bis Mitte Juli ist Zeit, um Chinakohl, Endivie, Herbstkohlrabi, Gemüsefenchel, Rettich und Zuckerhutsalat auszusäen.

Auch für das Wintergemüse wie Vogerlsalat, Spinat, Winterportulak beginnt nun die Saatzeit. Die Samen mit Vlies vor Vogelfraß schützen.

Basilikum Ernte

Jetzt können Sie Ihr Basilikum in vollen Zügen genießen. Schneiden oder kneifen Sie die Triebspitzen und ein weiteres Blattpaar ab, damit sich aus den darunterliegenden Blattachseln neue Triebe bilden. So wird Ihr Basilikum buschig und produziert immer neue Spitzen für die laufende Ernte. Sie können einige Pflanzen auch gleich eine Handbreit über dem Boden abschneiden, achten Sie darauf, dass noch ein paar Blätter dranbleiben. Die Stängel treiben wieder aus und erlauben eine zweite Ernte kurz vor den Frösten. Als Würzvorrat für den Winter lässt Basilikum sich kleingeschnitten in Eiswürfeln einfrieren. Oder Sie machen schmackhaftes Pesto daraus.

Brennnesseljauche für hungriges Gemüse

Aus Brennnesseln lässt sich eine nährstoffreiche Jauche herstellen: zirka ein Kilogramm frische Triebe ohne Blüten in zehn Liter Wasser ansetzen, den Geruch mit Steinmehl binden. Wenn die Jauche aufhört zu schäumen, ist sie fertig. Dann 1:10 mit Wasser verdünnen und einmal pro Woche direkt an die Wurzeln von Starkzehrern wie Kürbis, Kohl oder Gurken gießen.

Bodenlockerung

Damit nach Niederschlägen oder Gießvorgängen weniger Wasser verdunstet, sollte man den Boden mit einer Ziehhacke oder einem Grubber zwischen den Reihen lockern.

Gartengrubber

Bohnen benötigen Pflege

In der ersten Juli-Hälfte können Sie immer noch Bohnen säen. Die Bedingungen sind jetzt optimal, da sich der Boden ausreichend erwärmt hat und die Samen rasch keimen können. Da in den letzten Jahren die Blüten der Stangenbohnen oft verrieselt sind, ist vor allem den Feuer- und Prunkbohnen dieser späte Aussaattermin zu empfehlen, damit sich die Blüten nicht in der heißen Jahreszeit entwickeln. Sät man bereits im Mai, öffnen sich die Blüten schon im Hochsommer und fallen durch die Hitze frühzeitig ab – die Ernte wird vermindert. Stangenbohnen liefern einen höheren Ernteertrag als Buschbohnen, benötigen aber mehr Pflege. Sie müssen an 3m hohen Stangen, die ausreichend tief ins Erdreich eingegraben wurden, hinaufwachsen können.

Dill

Dill kann jetzt noch einmal im Freiland ausgesät werden.

Fenchel

Als Nachkultur kann besonders nach Kartoffeln oder Erbsen auf den gut vorbereiteten Boden Knollenfenchel ausgesät werden. Als Mischkultur kann Fenchel mit Endivie oder Vogerlsalat, aber nicht mit Paradeisern kultiviert werden.

Fenchel „Rondo“

Gesteinsmehle

Gesteinsmehle sind ein optimaler Bodenverbesserer und bestehen aus gemahlenem Granit und Basalt. Sie sind reich an Eisen, Mangan, Bor, Zink und anderen Spurenelementen und fördern Wachstum und Gesundheit von Gemüsepflanzen. Das Gesteinsmehl wird am besten in kleinen Mengen auf das Beet gestreut und flach in den Boden eingearbeitet. Übrigens hält Gesteinsmehl auch die Schnecken fern.

Karfiol

Haben Sie im Mai pikierten Karfiol gepflanzt, dann können Sie ihn schon jetzt im Juli bis August ernten, allerdings nur dann, wenn Sie Frühsorten verwendet haben. Wenn sich beim Karfiol die Blume bildet, knicken Sie die Blätter nach innen ab, damit diese den Karfiol bedecken. Durch diesen Sonnenschutz bleiben die Köpfe schön weiß.

Kartoffel

Ab Juli ist Erntezeit für Frühkartoffeln. Wenn nur für den täglichen Bedarf geerntet wird, können sich die verbleibenden Knollen im Boden noch weiterentwickeln. Wenn das Kartoffellaub schon vorzeitig durch die Krautfäule abstirbt, müssen die Knollen baldigst geerntet werden. Es besteht die Gefahr des Faulens in der Erde.

 

Knoblauch

Der im Herbst gesteckte Knoblauch wird nun erntereif. Das erkennen Sie daran, dass das obere Drittel des Laubes welk wird. Lockern Sie nun also die Erde rund um die Pflanze auf und ziehen Sie sie vorsichtig am welken Grün heraus. Anschließend ist es ratsam, den Knoblauch noch einige Tage trocknen zu lassen. Legen Sie ihn dazu einfach unter eine überdachte Stelle.

Kräuter rechtzeitig ernten

Viele Kräuter entwickeln ihr Aroma zu unterschiedlichen Zeiten, daher sollte auch zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden. Vom Tageszeitpunkt eignet sich am besten der frühe Morgen oder der späte Abend, meist ist aber vor allem die Wachstumsphase entscheidend, in der sich die Kräuter gerade befinden.

Dille, Estragon und Pfefferminze haben vor der Blüte die meisten Aromastoffe. überhaupt

sollten Sie die Pflanzen gar nicht zur Blüte kommen lassen. Besser ist es da, diese dann abzuzwicken. Basilikum, Bohnenkraut und Zitronenmelisse haben hingegen kurz vor der Blüte den besten Geschmack. Majoran und Lavendel sind dann überhaupt erst während der Blütezeit zu ernten.

Paradeiserernte

Nur gut ausgereifte, rote Paradeiser aus dem Garten schmecken am besten. Die Lagerung von reifen, festen Paradeisern erfolgt frei liegend bei Temperaturen um 16 °C. Bei Lagerung im Kühlschrank leidet die Qualität, vor allem das Aroma.

Petersilie

Petersilie, im Juli ausgesät, ist weniger anfällig für Krankheiten. Durch die warme Bodentemperatur sind die Wachstumsbedingungen wesentlich besser, da das Saatgut nicht dem schädlichen Wechsel von Trockenheit und Feuchtigkeit ausgesetzt wird.

Die „Krause“-Petersilie hat einen höheren Vitamin-C-Gehalt

Rhabarber

Rhabarberpflanzen mit Hornspänen düngen (60g/m²), damit ausreichend Reservestoffe für die nächste Saison eingelagert werden können.

Sellerie

Sellerieknollen werden jetzt freigelegt, ohne dabei die Wurzeln zu beschädigen. Dann wachsen sie besser. Der richtige Knollenzuwachs erfolgt erst im Herbst, daher soll Knollensellerie bis knapp vor den ersten Nachtfrösten am Beet bleiben.