ARBEITSTIPPS für den DEZEMBER

Stephan Waska

Ziergarten

Gartenmöbel

Nicht nur Gartenmöbel, die aus Platzmangel im Freien bleiben müssen, sollten mit einer Plane abgedeckt werden. Auch eingewinterte Möbel schützt eine Folie vor Staub und Schmutz.

Blumenzwiebel

Auch im Dezember bieten viele Gartencenter noch Blumenzwiebeln zum Pflanzen an. Da der Boden um diese Zeit meist schon zu kalt ist, bilden die Zwiebel meist kein ausreichendes Wurzelwerk mehr und könnten dann sogar in Fäulnis übergehen.

Einer der ersten Frühlingsboten – das Schneeglöckchen

Gartenplanung

Die langen Abende im Dezember sind ideal, sich Gedanken für das nächste Gartenjahr zu machen. Man kann Umgestaltungen durchdenken oder mit Mischkulturtabellen günstige Gemüsekombinationen festlegen.

Gartenteich

Vor dem Zufrieren muss Falllaub aus dem Gartenteich entfernt und ein Eisfreihalter eingesetzt werden.

Gerätepflege

Ist der Garten winterfest gemacht, müssen nun Hand- und Motorgeräte gereinigt und mit einem Pflegeöl behandelt werden.

Angerostete Gartengeräte werden beim Arbeiten meist wieder blank, aber vor allem auf schweren, klebrigen Böden arbeitet es sich damit zunächst schwer. Daher wird dem Gerät jetzt eine Politur mit mittelfeiner Stahlwolle nach der Arbeit ein paar Tropfen biologisch abbaubares Öl (z.B. Sägeketten-Haftöl) gespendet.

Hecken

Immergrüne Hecken und Sträucher an befahrenen Straßen sind besonders im Winter verschmutztem und salzigem Spritzwasser ausgesetzt. Sie können mit Schilfrohrmatten oder Folien geschützt werden.

Immergrüne Gehölze

Immergrüne Gartenpflanzen vertragen unter normalen Umständen Kälte und Frost recht gut. Die Pflanzen verdunsten bei Sonneneinstrahlung dabei Wasser, können jedoch wegen des gefrorenen Bodens nicht mit genügend Feuchtigkeit versorgt werden. Es ist daher kein Erfrieren, sondern ein Schaden durch Austrocknen. Bei trockenem Herbst und wenig Niederschlägen im beginnenden Winter sollten immergrüne Gehölze in den frostfreien Perioden kräftig gewässert werden – ebenso in niederschlagsarmen Wintern zwischen den Frostperioden.

Tipp: Eine ca. 10 cm dicke Laubschicht im Herbst um den Stamm hilft ebenfalls gegen die Wasserverdunstung vom Boden her und hält den Boden auch lange frostfrei.

Bei starkem Schneefall die immergrünen Gehölze regelmäßig von der weißen Pracht befreien, um Astbrüche zu vermeiden.

 

Nadelhölzer

Koniferen, die säulenförmig wachsen und auch Kleinkoniferen zum Schutz vor Schneebruch zusammenbinden. Sträucher und Nadelbäume sind bei Schneefall gefährdet, der Schnee soll daher vorsichtig abgeschüttelt werden.

Schneelasten vorsichtig abschütteln

Rasen

An frost- und schneefreien Tagen eventuell nochmals das Laub vom Rasen entfernen. Der Wind bläst Laubhügel oder Laub-Mulchschichten aus Beeten gerne auf den Rasen zurück. Daher wird dieses Laub erneut entfernt. Unter einer Laubschicht können Grashalme nämlich leicht vergilben und absterben.

Bei günstigem Wetter wird der Rasen zum letzten Mal kurz geschnitten. Das Mähgut wird mit abgefallenem Laub kompostiert, damit der Rasen ohne Fäulnisherde den Winter übersteht.

Beim Schneeräumen den Schnee nicht auf dem Rasen lagern. Bei hohen und verdichteten Schneeschichten auf dem Rasen können unter dem Schnee auf den Grashalmen Pilzkrankheiten, wie Schneeschimmel auftreten.

 

Rhododendron

Frisches Eichenlaub eignet sich als Mulch für Rhododendrenpflanzen. Beim Verrotten setzt das Laub Säure frei und senkt damit den pH-Wert des Bodens.

Eingerollte Rhododendronblätter sind ein Selbstschutz bei Kälte

Rosen

Die Basis von Beet-Rosen werden zum Schutz vor Winterschäden 10 bis 15 cm hoch mit Erde angehäufelt und vor Einbruch strenger Fröste mit Reisig abgedeckt. Jetzt werden die Rosen nur auf 30 bis 40 cm Höhe zurückgeschnitten und erst im Frühjahr auf 3 bis 4 Augen geschnitten.

Die bereits mit Erde angehäufelten Rosen können nun noch zusätzlich mit Fichtenzweigen abgedeckt werden.

Hochstammrosen mit Jutesäcken eingehüllt

Strauchschnitt

Nach Laubfall kann bereits mit dem Auslichten und Verjüngen alter Sträucher begonnen werden. Zu dichte Triebe werden bodeneben entfernt. Sommerflieder (Buddleja) erst im Frühjahr kräftig zurückschneiden.

Winterlager

Dahlien, Gladiolen und alle anderen eingelagerten Knollen regelmäßig auf schadhafte Stellen überprüfen.

Zimmerpflanzen

Amaryllis

Amaryllis können im Zimmer zu prächtig blühenden Pflanzen herangezogen werden. Die im Gartenbedarf erhältlichen Zwiebeln werden in feuchte Erde gepflanzt, aber nicht angegossen. Sonst entwickeln sich nur Blätter und keine Blüten. Erst wenn der Blütenstängel etwa 5 bis 10 cm hoch ist, wird die Topfpflanze einmal wöchentlich gegossen, und zwar nicht auf, sondern neben die Knolle. Damit sich weitere Blüten kräftig entwickeln können, wird Verblühtes abgeschnitten.

Blätter reinigen

Eingestaubte Blätter hin und wieder mit lauwarmen Wasser abwaschen. Oder die ganze Pflanze abduschen. Behaarte Blätter werden entweder nur abgeduscht oder mit einem extraweichen Pinsel entstaubt.

Blattabwurf

Wenn Zimmerpflanzen in den Wintermonaten ihre Blätter abwerfen, liegt das nicht immer an unsachgemäßer Pflege. Sie passen sich damit an die kürzeren Tage und die schlechten Lichtverhältnisse an.

Christbaum

Das Einstellen des Christbaumes in einen Baumständer mit Wasserspeicher ist leider sinnlos. Die Christbäume werden etwa 6 bis 8 Wochen vor Weihnachten geschnitten. Die Schnittfläche trocknet danach völlig ein. Nadelbäume saugen, solange sie noch mit den Wurzeln verbunden sind, Wasser für ihre Nadeln mit hohem Druck an. Pflanzenphysiologen haben dabei Werte mit –zig Bar gemessen. Daher zieht der Nadelbaum unmittelbar nach dem Schneiden Luft in diese Wasserleitungsbahnen und kann dann kein Wasser mehr aufnehmen, vertrocknet also früher oder später unweigerlich.

Damit der Weihnachtsbaum lange frisch bleibt, soll er bis kurz vor Weihnachten kühl gelagert werden. Möglichst zuerst im Freien, dann in einem ungeheizten Raum und erst unmittelbar vor dem Schmücken ins Wohnzimmer kommen. Da heute nur mehr Tannen und nicht mehr die rasch Nadeln verlierenden Fichten als Weihnachtsbäume gekauft werden, bleibt der Christbaum, auch wenn er längere Zeit im warmen Zimmer steht, länger grün und in seinem „Blätterschmuck“.

Im Advent verströmen frische Tannenzweige einen herrlichen Duft. Um ein schnelles Nadeln zu verhindern, besprühen Sie die Zweige mit Haarspray. Dadurch erhalten sie außerdem einen schönen Glanz.

Fensterbrett

Zimmerpflanzen, die auf dem Fensterbrett stehen, müssen vor kalter Luft von außen geschützt werden. Daher muss für eine gute Abdichtung der Fenster gesorgt werden.

Beim Lüften der Wohnräume sollte man darauf achten, dass die Zimmerpflanzern vor Zugluft geschützt sind.

In den Wintermonaten leiden die Zimmerpflanzen unter zu trockener Heizungsluft. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, wird das Pflanzgefäß in einen mit feuchtem Blähton (Leca) gefüllten Übertopf gestellt.

Da die wenigsten Zimmerpflanzen nasse Füße vertragen, sollte Wasser, das sich im Übertopf oder Untersatz sammelt, nach einigen Minuten abgegossen werden.

Bei feuchter Erde treten an Zimmerpflanzen oft sogenannte Trauermücken an die Oberfläche des Wurzelballens. Abhilfe schaffen Streichhölzer, die mit dem Zündkopf in die Erde gesteckt werden.

Glücksklee

Glücksklee ist die Symbolpflanze zum Jahreswechsel. Damit die mehrjährige Knollenstaude auch sehr lange hält, sollte das Kleetöpfchen hell und kühl gestellt werden. Regelmäßiges Gießen und Düngen während der Wachstumsphase führen zur reichlichen Entwicklung der Brutknöllchen.

Glücksklee

Kakteen

Kakteen sollen in einem kühlen Raum überwintern. Dabei muss das Gießen ganz eingestellt werden. Auf keinen Fall dürfen die Pflanzen jedoch auf einem Fensterbrett über der Heizung stehen, das führt zu ihrem vorzeitigen Tod. Kakteen benötigen für die Blütenbildung mindestens 40 bis 70 Tage Ruhepause. Je länger die Ruhezeit bei 5 bis 10 °C dauert, umso mehr Blüten setzt der Kaktus an.

Mamillaria, der Warzenkaktus, ist nach kühler Überwinterung ein Dauerblüher

Sansevierien

Sansevieria (Bogenhanf) zählt zu den Pflanzen, die trockene Luft im Winter gut vertragen. Die auch unter dem Namen ,,Schwiegermutterzunge“ bevorzugt auch im Winter warme Temperaturen, darf aber nur sporadisch gegossen werden.

Schneerosen kühl halten

Christ- oder Schneerosen werden zu Weihnachten gerne auch als Topfpflanze angeboten. Für sie ist es in unseren warmen, lufttrockenen Räumen schwierig, da die in den Kalkalpen beheimatete Pflanze ein raues, kaltes Klima gewohnt ist. Sie sollten daher als

Topfpflanze an einem hellen und kühlen Platz stehen – vorübergehend vertragen sie auch Wärme. Die Erde wird gut feucht gehalten und darf nicht austrocknen. Im März kann man

sie dann auf eine schattige Stelle ins Freiland setzen.

Trockene Blattränder

Beim Abschneiden eingetrockneter Blattspitzen einen schmalen braunen Saum stehen lassen.

Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern fühlt sich bei Temperaturen um 20 °C am wohlsten. Dabei sollte der Ballen gleichmäßig feucht sein. Die prächtigen Hochblätter der Pflanze halten am längsten, wenn beim Kauf die unscheinbaren echten Blüten noch knospig sind.

Weihnachtsstern knapp vor der Blüte

Obstgarten

Baumanstrich

Zum Schutz gegen Frostrisse Baumstämme mit einem Kalkanstrich versehen (selbst anrühren oder gebrauchsfertige Mittel aus dem Handel verwenden).

Schnitt von Säulen-Apfelbäumen

Säulenapfelbäume verzweigen sich kaum (geringe Seitenastbildung), die Blüten und Früchte wachsen direkt am Stamm bzw. der Stammverlängerung. Treten dennoch kurze Verzweigungen und Seitentriebe auf, schneidet man sie am besten auf einen kurzen Stummel (3 cm) ab, hier können sich dann wieder kurze Fruchtspieße bilden. Dadurch bleibt der säulenförmige Charakter erhalten. Genauso wird mit älteren Seitentrieben verfahren.

Auch die Höhe der Säulen kann man leicht selbst bestimmen: Sind die Bäume hoch genug, schneidet man sie in der gewünschten Höhe regelmäßig ab. Sehr wüchsige Bäume schneidet man im belaubten Zustand, die übrigen in der vegetationslosen Zeit (am besten Ausgangs Winter). Ein Wundverschluss ist nicht nötig.

Andere, als „Säulenbäume“ angebotene Stein- und Kernobstbäume sind nur durch Zwangsschnitt in der Baumschule in Säulenform. Nach kurzer Zeit entwickelt sich bei diesen Obstbäumen eine normale Krone.

Fruchtmumien

Entfernen Sie alle Fruchtmumien von Ihren 0bstbäumen und schneiden Sie abgestorbene Äste ab. Das sind wichtige Maßnahmen, um Monilia- und verschiedene Pilzinfektionen im Folgejahr zu vermeiden.

Solche Fruchtmumien sind Krankheitsüberträger

Himbeerruten abstechen

Himbeerruten, die bereits abgeerntet wurden, werden spätestens jetzt bodennah abgeschnitten, damit neue nachwachsen können. Jene Ruten, die sich mehr als 20cm entfernt von der Mutterpflanze und der Pflanzenreihe gebildet haben, werden jetzt mit einem Spaten abgestochen. Diese Himbeerausläufer haben bereits Wurzeln und können an einer geeigneten Pflanzstelle weiter gezogen werden.

Leimringe erneuern

Die Raupen der Frostspanner können Obstbäume verheerend schädigen. Die flugunfähigen Weibchen dieser Schmetterlinge kriechen im Herbst zur Begattung und Eiablage an den Stämmen hoch. Anfang Dezember werden die Leimringe, an denen teils auch Eier haften, am besten komplett entfernt, über den Hausmüll entsorgt und durch neue ersetzt. Denn bei mildem Wetter können durchaus noch ,,Nachzügler“ auftreten.

Dieser Leimring muss erneuert werden!

Schnittwerkzeuge desinfizieren

Nach dem Schnitt eines kranken Baumes oder Strauches müssen die Werkzeuge gründlich desinfiziert werden, am besten mit 70%igem Alkohol, Spiritus oder durch Erhitzen. Wichtig ist, Schnittmaßnahmen bei befallenen Gehölzen auch im Winter nur bei trockenem Wetter

auszuführen, um eine Übertragung der Erreger zu vermeiden. Besondere Vorsicht ist bei Feuerbrand geboten.

Veredlungsreiser

Dezember und Jänner ist, nach den ersten Frösten, die ideale Zeit für das Schneiden von Veredelungsreisern. Die Reiser werden, gegen Austrocknung in Tiefkühlsäckchen verpackt, im Kühlschrank gelagert.

Wühlmäuse

Wühlmäuse lassen sich jetzt mit Kastenfallen, die mit Äpfeln, Sellerie oder Karotten bestückt sind, gut bekämpfen.

Gemüsegarten

Endivie

Wer Endivie auf dem Gemüsebeet unter Folie oder Vlies überwintert, sollte die Pflanzen regelmäßig kontrollieren. Besonders die Blätter, die auf nassem Boden aufliegen, faulen schnell. Eine trockene Unterlage aus Stroh verhindert die Fäulnisbildung.

 

Frühbeet und Gewächshaus

Bei gefrorenem Boden und sonnigen Tagen sind Pflanzenbestände im geschützten Anbau (Frühbeet, Gewächshaus) zu lüften und zu schattieren, damit die Pflanzen möglichst wenig verdunsten und somit keine Trockenschäden erleiden.

Erdaustausch im Winter

Nach langjährigem Anbau machen sich im Gewächshaus häufig Mangelerscheinungen an den Gemüsepflanzen bemerkbar. Eine Bodenuntersuchung schafft hier Sicherheit. Wenn die Bodenuntersuchung auf ausgezehrten Boden hinweist und die Pflanzen zudem mit Pilzkrankheiten zu kämpfen haben, kann ein Erdaustausch die Probleme lösen. Dazu wird die „verbrauchte“ Erde etwa spatentief durch frische Gartenerde ersetzt. Die alte Erde kann man im Ziergarten unter Sträuchern verteilen.

Gründüngungspflanzen

Wurden im Frühherbst Gründüngungspflanzen wie Bienenfreund (Phacelia) oder Gelbsenf gesät, können sie Anfang des Monats bei offenem Boden am besten mit einer Grabegabel in die Krume eingearbeitet werden. Dort zersetzt sich das organische Material in der Regel bis zum Frühjahr.