ARBEITSTIPPS für den MÄRZ

Stephan T. Waska

Ziergarten

 

Wasserleitungen kontrollieren
Die im Winter abgestellten Wasserleitungen sollten nun auf ihre Funktionalität hin überprüft werden. Brüchige Dichtungen sind zu ersetzen und den Wasserhahn auf Gängigkeit kontrollieren. Der Winterschutz um die Zapfstelle kann entfernt werden, denn spätestens im April, oft aber schon Ende März, wird wieder Wasser im Garten gebraucht.

Deckreisig entfernen
Der Winterschutz wird allmählich überflüssig. Das Deckreisig von Rosen und empfindlichen, wintergrünen Stauden wie Sonnenröschen (Helianthemum), Salbei (Salvia) und dergleichen wird entfernt. Man räumt es aber noch nicht ganz weg, sondern hält es in Reserve, falls noch einmal Frosttage kommen.

Blumenzwiebeln teilen
Nach einigen Jahren haben sich dichte Horste von Narzissen, Blausternchen und Schneeglöckchen gebildet. Jetzt kann man sie bei Erkennen der hervorspitzenden Triebe vorsichtig teilen und umsetzen. Anschließen sollen sie gut angegossen werden. Blausternchen und Narzissen werden gleichzeitig flüssig gedüngt, nicht jedoch die Schneeglöckchen. Sie wollen eher mager gehalten werden.

Solche Horste können geteilt werden

Blumenzwiebeln düngen
Sobald Tulpen, Hyazinthen, Zierlauch und andere Zwiebelpflanzen die ersten Triebspitzen zeigen, werden sie gut gedüngt, damit sie genügend Nährstoffe für die nächstjährige Blüte einlagern können. Dabei muss besonders darauf geachtet werden, dass der Dünger nicht in die Blattscheiden fällt. Dies kann zu Verbrennungen führen.

 

Rückschnitt der sommerblühenden Ziersträucher
Damit kräftige und neue Blütentriebe bei den sommerblühenden Sträuchern erzielt werden können, muss jetzt kräftig zurückgeschnitten werden. Auch das Auslichten dicht verzweigter und zusammengewachsener Sträucher ist notwendig. Jetzt wird der Fingerstrauch (Potentilla), Perückenstrauch (Cotinus), Ranunkelstrauch (Kerria), Eibischstrauch (Hibiscus), Schmetterlingsstrauch (Buddleja), die Schneebeere (Symphoricarpus)und die Sommerspiere (Spirea japonica) geschnitten. Die jetzt im Frühjahr blühenden Sträucher wie z. B. Flieder oder Forsythie werden erst nach der Blüte zurückgeschnitten.

Perückenstrauch

Frühjahrsschnitt der Rosen

Immer wieder wird empfohlen, Rosen erst während der Forsythien- Blüte zurückzuschneiden.
Das ist nicht jedes Jahr richtig!
Rosen werden grundsätzlich dann geschnitten, wenn die Knospen dick werden bzw. auszutreiben beginnen.
Alles Vertrocknete und Erfrorene wird weggeschnitten, so wie alle sich kreuzenden Äste. Die belassenen Triebe, die mindestens Bleistiftstark sein sollen, werden auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Wer länger schneidet, bringt sich um gutes Wachstum und reiche Blüten.
Damit der Rosentrieb nicht zurücktrocknet, wird etwa einen halben Zentimeter über einer nach außen stehenden Knospe schräg abgeschnitten.

Knapp über einer Knospe wird glatt und schräg geschnitten

Strauch- und Kletterrosen werden überhaupt nur ausgelichtet, es sei denn, sie sind schon zu alt und groß geworden. Dann werden die ältesten Äste herausgeschnitten.

Rosen düngen

Rosen brauchen viel und guten Dünger. Sowohl Stallmist (Pferde, Hühner) als auch gut verrotteten Kompost und Mineraldünger (Vollkorn DC rot oder Nitrophoska) werden gerne angenommen. Kompost und Mineraldünger wird leicht eingegrubbert, Stallmist bleibt oberflächlich liegen, bis er angerottet ist.

Balkonblumen im Frühjahr

Schon jetzt kann man sich an bunten Blüten am Balkon erfreuen. Stiefmütterchen, Gänseblümchen und Primeln bieten im Frühling eine so große Farbenvielfalt, dass man mit ihnen schon einmal die beliebteste Farbkombination für den Sommer ausprobieren kann.

Zierbaum– und Zierstrauchschnitt

Birken und Ahorn sollte man nicht mehr schneiden, da sie schon jetzt sehr viel Saft produzieren und dann stark „bluten“, für beide ist der beste Schnitt-Zeitpunkt Dezember und Jänner. Alle anderen Zierbäume, wenn sie geschnitten werden müssen, sind mit einem Schnitt Anfang März sehr einverstanden.

Bei den Nadelgehölzen hängt der Schnitt sehr von der Art ab. Wacholder können alle 2-3 Jahre zurückgeschnitten werden, meist lässt man sie aber wachsen, da sie je Sorte eine ganz bestimmte Form haben. Fichten und Tannen werden nicht geschnitten, sondern nur leicht formiert, wenn man möchte. Bei den Föhren und Kiefern muss nicht geschnitten werden. Um ein en dichten Wuchs zu erreichen, bricht man den frischen Mitteltrieb (Kerze) heraus. Damit erreicht man, dass die Pflanzen sehr buschig werden.

Die Pflanzzeit beginnt

Pflanzgruben für Neu- oder Umpflanzungen immer groß genug machen, hier wird gerne gesündigt. Besonders bei Ziersträuchern und Nadelgehölzen soll die Grube doppelt so groß wie der oberirdische Pflanzendurchmesser sein. Die Aushuberde wird mit wenig Kompost oder Torfersatz verbessert, zu viel davon verursacht später einen Wachstumsschock, wenn die Wurzeln in den Mutterboden vorstoßen.

Bei Pflanzung mit Ballen Stützstab schräg einschlagen!

Blumentöpfe reinigen

Vor dem Bepflanzen alter Tontöpfe sollten diese gründlich, zum Beispiel mit Essigwasser, gesäubert werden. Sonst könnten Bakterien und Pilze der neuen Pflanze schaden.

Antreiben von Dahlien und Canna

Jetzt ist höchste Zeit, die nicht winterharten Stauden wie Canna oder Dahlien vorzutreiben. Damit sie im Sommer früher blühen, werden sie in genügend große Gefäße eingetopft und warm aufgestellt. Von den Dahlienknollen darf vorläufig der Stängelrest noch nicht entfernt werden, an seiner Basis treiben die neuen Knospen aus. Wenn die Dahlientriebe etwa 10 cm hoch sind, die Pflanzen kühl, aber sehr hell aufstellen, damit sie beim Auspflanzen kräftig genug sind. Erst nach den Eismännern dürfen diese Pflanzen ins Freie.

Düngung

Gehölze und Stauden können bereits mit organischen Volldüngern gedüngt werden. Wenn man Kompost oder Stallmist auf die Beete geben will, dann sollte man beachten, dass man auch mit organischen Düngern eine Überdüngung im Boden erreichen kann. Pro Quadratmeter sollten Sie maximal 7 bis 10 Liter Kompost bzw. Stallmist aufbringen.

Jetzt im März können alle Stauden und Gräser mit Rizinusschrot, Hornspänen oder organischem Dünger verschiedenster Firmen gedüngt werden. Organische Stoffe werden von Mikroorganismen und anderen Bodenlebewesen verarbeitet und die frei werdenden Nährstoffe stehen dann unseren Pflanzen zur Verfügung. Es gibt auch Bodenaktivatoren, die den Boden gesunden lassen und ermöglichen, dass die Bodenlebewesen und Mikroorganismen wieder ihre Arbeit erledigen, um die Pflanzen natürlich zu ernähren.

Bodenaktivator zur Belebung des Bodens

Rasenpflege

Bei der ersten Pflege des Rasens muss der Boden gut abgetrocknet sein, erst dann wird mit einem scharfen Eisenrechen durchgerecht, damit Moos, trockenes Gras usw. entfernt wird. Erst nach dem ersten Mähen wird mit dem Vertikutierer durchgeputzt. Diese Belüftung des Rasens ist sehr wichtig, wird aber viel zu wenig beachtet. Dann wird ein Langzeit-Volldünger aufgebracht, damit sich der Rasen rasch von den Winterschäden erholen kann. Eine Neu- oder Nachsaat darf aber nicht vor Mitte oder Ende April erfolgen.

Zimmer- und Balkonpflanzen

 

Umtopfen beginnt jetzt

Pflanzen, die stark eingewurzelt sind und deren Töpfe bereits zu klein geworden sind, können jetzt zu Beginn des Wachstums umgetopft werden. Der neue Topf soll im Durchmesser nicht mehr als zwei Zentimeter größer als der alte sein. Den Wurzelballen etwas verkleinern, wobei trockene und abgebrochene Wurzeln entfernt werden. Nach dem Umtopfen gut angießen. dann jedoch mit Wassergaben vorsichtiger sein.

Weihnachtsstern ist verblüht

Sind die bunten Hochblätter des Weihnachtssterns „verblüht“, ist die ganze Pflanze in einem kühleren Raum zu halten und nur sparsam zu gießen. Nach dieser Ruhezeit erfolgt im April/Mai ein neuer Austrieb. Nun ist es Zeit zum Umtopfen. Nach Verkleinerung des Erdballens und Wegnahme vertrockneter Wurzeln wird in den gleichen Topf mit frischer Erde eingetopft. Es folgt ein kräftiger Rückschnitt. Ein warmer, heller Standort am Fenster und gleichmäßige Wassergaben bewirken einen kräftigen Austrieb. Ab Mitte Juni kann der Weihnachtsstern an einem sonnigen, windgeschützten Standort im Garten mit dem Topf in die Erde eingesenkt oder auf dem Balkon weiter gezogen werden. Einmal wöchentlich ist ein Flüssigdünger zu geben.

Immer wieder Gießfehler!

Zeigt eine Pflanze Welkeerscheinungen, muss der Wurzelballen kontrolliert werden.

Dazu wird die Pflanze ausgetopft. Sind keine weißen Wurzelspitzen erkennbar, wurde vermutlich zu viel gegossen. Der Wurzelballen wird vorsichtig aufgelockert, die abgestorbenen Wurzeln entfernt und alles in frische Erde neu eingetopft. Anschließend wird vorsichtig angegossen.

Daher immer vor dem Gießen zuerst mit der Fingerspitze mindestens 1 Zentimeter in die Erde bohren und prüfen, ob die Erde unter der trockenen Oberfläche noch feucht genug ist!

 

Obstgarten

Leimringe

Leimringe vom Vorjahr werden durch neue ersetzt. Achten Sie darauf, dass der Ring dicht am Stamm anliegt. Sonst schlüpfen die Schädlinge darunter durch.

 

Beerensträucher

Alle Strauchbeeren sollten mit organischem Material (Kompost oder Mulch) abgedeckt werden. Dies spart Wasser und das verrottende organische Material ist eine gleichmäßig fließende Nährstoffquelle.

Rebenschnitt

Reben und Kiwi-Arten, die schon sehr früh im Saft stehen, sollten nicht zu spät geschnitten werden. Die entstehenden Verletzungen „bluten“ sonst unnötig lange und das bedeutet eine Schwächung der Pflanze sowie Eintrittspforten für Krankheiten.

Weibliche Kiwi-Blüte

Richtig düngen

Viele Obstgehölze erhalten oft jahrelang keinen oder zu viel Dünger. Die meisten Gärtner verteilen ihre Gaben nach Gefühl.

Beerensträucher:

2 Liter Kompost + 100 g Hornmehl

Apfel und Birne:

4 Liter Kompost + 80-100 g Hornmehl

Kirsche und Zwetschke:

4 Liter Kompost + 100-140 g Hornmehl

Die beste Zeit zum Düngen ist Mitte/Ende März bis Anfang April. Der Dünger wird gleichmäßig über den Boden verteilt und leicht eingearbeitet. Eine dünne Mulchschicht verhindert, dass der Boden rasch austrocknet.

Baumwunden verschließen?

Früher galt die Regel, große Schnittwunden mit Baumwachs zu verstreichen. Inzwischen weiß man, dass dies die Selbstheilungskräfte des Baumes behindert. Fachleute sind sich sicher, dass es viel wichtiger ist, beim Arbeiten darauf zu achten, dass der Schnitt sauber ausgeführt ist und glatte Wundränder zurückbleiben, die vom Baum rasch verschlossen und überwallt werden.

Nur der Rand des Schnittes wird verstrichen

Erdbeeren

Von Erdbeerpflanzen vor der Blütenbildung die alten Blüten- und Fruchtreste sowie die verdorrten Blätter entfernen. Für eine reiche Erdbeerernte sollte jetzt die Erde zwischen den Reihen gelockert und zum ersten Mal gedüngt werden.

 

Gallmilben auf Schwarzen Ribiseln

Wenn die Knospen der Schwarzen Ribisel spitz sind und eng am Zweig anliegen, ist alles in Ordnung. Sind sie jedoch rund und aufgebläht, sollen sie ausgebrochen werden. Denn in den runden Knospen verbringen Gallmilben den Winter, bis zu 30.000 pro Knospe. Sobald die gesunden Knospen austreiben, wandern die Milben auf das frische Grün über und saugen Pflanzensaft. In ihrem Speichel transportieren die meisten Tiere Viren, die die Ribisel infizieren. Die mit dem Virus infizierten Blätter wachsen ungleichmäßig und bleiben kleiner. Man nennt sie dann auf Grund des Aussehens brennnesselblättrig.

Runde Ribiselknospen sind mit Gallmilben besetzt

Pfirsich

Die Gefahr von Infektionen durch die Kräuselkrankheit beim Pfirsich beginnt, sobald sich die Knospenschuppen lockern. Dieser Termin deckt sich nach langjährigen Erfahrungen mit dem Erscheinen der ersten weiblichen Blüten (sehr kleine Knospen mit roten Fädchen) bei der Haselnuss. Heuer war dies bereits Ende Jänner der Fall. Es könnte also, falls nicht vorbeugend behandelt wurde, bereits zu ersten Infektionen gekommen sein. Die Hauptinfektionsperiode ist aber vermutlich erst im Laufe des März in der Zeit des Knospenschwellens. Ist es in dieser Zeit feucht und regnerisch, muss eine Behandlung mit Kupferpräparaten erfolgen. Bei verzögerter Entwicklung ist die Behandlung nach ca. 2 Wochen zu wiederholen.

 

Gemüsegarten

Aussaaten

Die Verwendung von Saatbändern ergibt bei frühen Kulturen wie Radies, Schnittsalat, Möhren oder Petersilie einen gleichmäßigen Bestand ohne Vereinzeln nach dem Auflaufen.

Nur dann eine so frühe Saat durchführen, wenn bei Frostgefahr die Pflänzchen ausreichend geschützt werden können.

Sobald der Boden bearbeitet werden kann, sind im Freien Karotten, Petersilie, Zwiebeln,

Radieschen, Erbsen, Spinat und Küchenkräuter auszusäen.

Wärmeliebendes Gemüse vorziehen

Gemüse aus warmen Klimazonen würde im nasskalten Frühjahr draußen nicht keimen. Bei einer Aussaat nach den Eisheiligen bleibt aber nicht genug Zeit zum Reifen. Deshalb werden Paradeiser, Paprika, Kürbis, Gurke, Zucchini, Melone und Melanzani am besten drinnen auf dem Fensterbrett vorgezogen und ab Mitte Mai ausgepflanzt.

Zucchini-Blüte

Immer schön mit Plan!

Um einen Gemüsegarten optimal zu nutzen, ist es hilfreich, sich jedes Jahr einen neuen Plan zu machen, was man wann und wo anpflanzen will. Diese Gartenpläne sollte man auf jeden Fall immer aufheben. Selbst das Blatt Papier, auf dem man im letzten Frühling die Kulturliste notiert hat, ist das Abheften wert. Spätestens in drei oder vier Jahren weiß man nämlich garantiert nicht mehr, welche Kultur an welchem Platz stand. Dann ist die Liste aus dem Ordner eine wichtige Hilfe für den Fruchtwechsel und für die Kultur von Kohlpflanzen, die wegen der Kohlhernie frühestens nach zehn Jahren wieder auf dem gleichen Beet angebaut werden dürfen.

Anlage der Gemüsebeete

Je nach Wetterlage können jetzt die Beete für die kommende Gemüseanzucht vorbereitet werden. Die Gemüsereste vom Vorjahr entfernen. Der Boden trocknet ab und ist bereit für die nächsten Aussaaten.

Beim Herrichten der Beete darauf achten, dass sie immer eben mit den Wegen sind, sonst gehen Wasser und Nährstoffe verloren. Die Ränder trocknen auch viel schneller aus, wenn die Beete höher sind.

Gemüsebeete nie breiter als 120 cm anlegen, dazwischen sollen immer Wege mit mindestens 30 cm Breite vorhanden sein.

Schnittlauch

Wenn nötig, kann man jetzt, sobald sich die ersten Spitzen zeigen, die Schnittlauchhorste teilen. Die Pflanze aus der Erde nehmen und mit einem Messer oder Spaten in mehrere Stücke teilen. Die kräftigsten werden an einen sonnigen Platz in feuchte, nährstoffreiche Erde gesetzt

Gesteinsmehl

Die Mahlfeinheit ist ein Qualitätskriterium für die Wirksamkeit dieser Düngemittel. Nur wenn die einzelnen Gesteinspartikel klein genug sind, können sie durch das Zusammenwirken von Bodensäuren und Mikroorganismen im Boden aufgeschlossen und die darin enthaltenen Nährstoffe in eine für die Pflanzen aufnehmbare Form überführt werden. Die ideale Korngröße liegt unter 0,09 mm. Ein gewisser Nachteil ist, dass das feinst zermahlene Gesteinsmehl beim Ausbringen leicht vom Wind verweht wird.

Drahtwürmer abwehren

Die Lieblingsnahrung der Larven von Schnellkäfern sind Wurzeln von Salat, Erdäpfeln, Karotten, Paradeisern und Kohl. Für gerade auflaufende Sämlinge sind die Larven tödlich. Vorbeugend sollte man den Boden gut lockern und halbierte Erdäpfel mit der Schnittstelle nach unten 3 cm tief in den Boden legen. Sie dienen als Köder, von dem die Drahtwürmer regelmäßig abgesammelt werden können.

Drahtwurm

Frühkartoffeln

Frühkartoffeln können Ende Februar/Anfang März zum Vorkeimen dicht in flache Kisten mit Komposterde gelegt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass dabei möglichst viele Augen (Keimanlagen) nach oben zeigen. Die Kiste sollte hell bei 12-15 °C aufgestellt werden. Mit vorgekeimten Kartoffeln kann die Ernte bis zu drei Wochen vorverlegt werden.

Knoblauch

Knoblauch kann nun für die Frühjahrskultur gesteckt werden. Die Knollen sind durch den späteren Erntetermin im Vergleich zum Anbau im Herbst lagerfähiger.

Einzelne Knoblauchzehen für die Anzucht

Kräuterbeete anlegen

Kräuter lieben sonnige Standorte. Die mediterranen Vertreter wie Oregano, Rosmarin,Thymian und Salbei benötigen leichte, sandige Böden. Dazu wird die Gartenerde mit einem Drittel Quarzsand vermischt. Gestalterisch passen Steine und Splitt in das Beet.

Für Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckel, Basilikum, Dille und Majoran reicht normale Gartenerde mit etwas Kompost vermischt aus. Stark wuchernde Kräuter wie Minze unbedingt mit einer Wurzelsperre versehen oder in einen größeren Topf pflanzen und mit diesem in den

Boden eingraben.

 

Rhabarber verfrühen mit Lochfolie oder Vlies

Durch Abdeckung der Rhabarberpflanzen mit Lochfolie (500 Löcher/m²) oder Vlies (17 g/m²) Anfang März kann die Ernte bis zu 4 Wochen früher erfolgen. Da die Stiele gut 70 cm hochwachsen und die Folie also mitwachsen muss, muss sie groß genug sein. Folie ist sehr windanfällig und sollte deshalb gut mit Erde oder Steinen beschwert werden. Unter einer Vliesbedeckung ist das Wachstum etwas langsamer, mitwachsende Folie (Schlitzfolie) hat sich nicht bewährt. Für das Verfrühen müssen die Pflanzen mindestens 2 Jahre alt sein.

Rucola

Rucola kann ab Ende März direkt im Freiland ausgesät werden. Bei den feinen Samen erleichtern Saatbänder die Aussaat. Das gegen Kälte und leichten Frost unempfindliche Blattgemüse wächst sehr schnell und wird das ganze Jahr über geerntet.

Schneckenabwehr

Bekannt ist, dass bestimmte Pflanzen mit ihren Düften die Tiere abschrecken und so von den Beeten ferngehalten werden. Boretsch, Eberraute, Kerbel, Petersilie, Lavendel, Knoblauch, Ringelblume, Salbei, Senf, Thymian und Ysop sind solche Abwehrpflanzen.

Man kann sie als Einfassungen und breite Schutzstreifen um gefährdete Pflanzen setzen.

Genauso ist es möglich, Pflanzen, die abweisende Duftstoffe enthalten, in kleine Teile zu schneiden und um die gefährdeten Beete streuen. Für diesen Zweck eignen sich am besten Farnkraut, Fichtennadeln, Rainfarn, Schafgarbe oder Thujenschnittgut.

Rainfarn