ARBEITSTIPPS für den FEBRUAR

Stephan T. Waska

Ziergarten

Beete säubern

Achten auf austreibende Blumenzwiebel!

Überall wo Blumenzwiebeln gepflanzt wurden, können sich schon erste Triebe regen, die dann, wenn die Beete gesäubert werden, übersehen und zerstört bzw. umgetreten werden.

Zu den ersten Gartenarbeiten zählt das Jäten von Unkraut.

Stauden

Im Herbst gepflanzte Stauden können durch Frost sich im Boden gelockert haben. Da sie aber zum Austreiben gut verankert sein müssen, sollen sie vorsichtig festgetreten werden.

Treibzwiebel

Hyazinthen und Tulpen, die in Töpfen stehen und bereits verblüht sind, müssen weiter gegossen werden. Sobald der Boden im Garten offen ist, können sie dann im Frühjahr in den Garten gepflanzt werden.

Pelargonien

Überwinterte Pelargonien werden bereits jetzt auf 4 bis 5 Augen zurückgeschnitten, in frische Erde getopft, mehr gegossen und sobald sie zu treiben beginnen, vorsichtig gedüngt. Bis zur Auspflanzung nach den Eismännern müssen sie so hell wie möglich aber bei kühlen Temperaturen aufgestellt werden.

Saatgut aktivieren

Samenpäckchen sollten unbedingt frostfrei und trocken gelagert werden. Ideal sind verschließbare Gläser, die bei 10 bis 15 °C aufgestellt werden.

Bevor neues Saatgut gekauft wird, muss geprüft werden, ob die Reste vom vergangenen Jahr noch keimfähig sind. Dazu werden einige Samen aus der Verpackung genommen und auf

stets feuchtgehaltene Watte gestreut. Wenn diese nach 2 Wochen nicht keimen, bzw. nur teilweise keimen muss neues Saatgut gekauft werden.

Bevor Sie mit der Aussaat bzw. der Keimprobe begonnen wird, soll das Saatgut in warmem Wasser etwa 12 Stunden eingeweicht werden. Zum Wasser werden ein paar Tropfen Blütenextrakt von Baldrian gegeben. Das fördert die Keimung und Widerstandskraft gegen Krankheiten und Schädlinge.

Schneeglöckchen jetzt pflanzen

In Gartencentern werden jetzt blühende Schneeglöckchen angeboten.

Wer es verabsäumt hat, im Herbst die kleinen Zwiebeln der Schneeglöckchen in die Erde zu pflanzen, der hat jetzt die Gelegenheit, das nachzuholen. Den Topf vor dem Pflanzen in Wasser tauchen und dann bei frostfreiem Wetter in den Garten setzen.

Aus dichten Beständen können mit der Schaufel vorsichtig einzelne Horste oder Pflänzchen herausgenommen werden, müssen aber sofort wieder an einer anderen, geeigneten Stelle eingesetzt werden, damit die Wurzeln nicht vertrocknen.

Gartengeräte Kontrolle

Jetzt ist noch Zeit, dass Rasenmäher und andere Motorgeräte überprüft und allenfalls zum Service gebracht werden. Im März und April haben diese Firmen dann längere Wartezeiten!

Gräser

Bevor Ziergräser im Garten wieder frisch austreiben, müssen die trockenen Halme vom Vorjahr zurückgeschnitten werden. Da trockene Gräser Hautverletzungen verursachen können, sollten dabei Handschuhe getragen werden.

Zimmerpflanzen

Gummibaum und Birkenfeige

Beide Ficus-Arten sind ideale Mitbewohner. Die Pflanzen verbessern das Raumklima, denn sie filtert Formaldehyd aus der Luft. Damit die Blätter gut atmen können, müssen die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Birkenfeige

Klivie

Die Klivie – auch Riemenblatt genannt – zeigt nach der winterlichen kühl-trockenen Ruhepause von Februar bis Mai ihre farbenprächtigen Blüten. Nach dem Knospenansatz sollte man die Pflanze nicht mehr drehen oder umtopfen. Erst wenn der Blütenschaft etwa 20 Zentimeter lang ist, die Pflanze wärmer stellen und wieder mit dem Gießen beginnen.

Umtopfen

Noch können Zimmerpflanzen, die noch nicht zu treiben begonnen haben, umgetopft werden. Besonders junge und stark wachsende Gewächse sollten jedes Jahr neue Erde bekommen.

Weiße Erde

Eine salzartige Kruste auf Topfpflanzen ist meist ein Zeichen von zu reichlicher Düngung oder zu kalkhaltigem Gießwasser. Am besten die oberste Erdschicht mit der Kruste abtragen, neue Erde auffüllen und das Düngen einstellen.

Obstgarten

Baumschnitt

Von Jänner bis Februar ist der richtige Zeitpunkt, um Obstbäume, die schon mehrere Jahre nicht geschnitten wurden, jetzt auszulichten. Die Bäume befinden sich jetzt im Ruhezustand und sind unbelaubt. Damit allerdings Frostschäden vermieden werden, sollten Sie nicht bei Temperaturen unter -5 °C schneiden. Steinobstarten, wie Zwetschken, Kirschen, Marillen und Pfirsiche werden grundsätzlich nur nach der Ernte geschnitten.

Apfel- und Birnbäume, die regelmäßig jedes Jahr geschnitten werden, benötigen nur einen Sommerschnitt Mitte bis Ende August.

Beim Schnitt ist zudem darauf zu achten, dass keine Aststümpfe stehen bleiben.

Größere Schnittstellen, die mehr als 2 cm Durchmesser haben, brauchen nicht mehr zwingend mit einem Wundverschlussmittel geschützt werden. Bisher sollte durch das schützende Mittel verhindert werden, dass Krankheitserreger in das Holz eindringen und somit Krankheiten verursachen. Hier gehen die Meinungen mittlerweile auseinander. Inzwischen sind viele Fachleute der Ansicht, dass die Selbstheilungskräfte der Bäume ausreichen, um die Wunde nicht verschließen zu müssen. Der Wundverschluss kann sogar dazu führen, dass das Holz nicht ausreichend trocknet. Durch die Feuchtigkeit kann somit die Wundheilung verlang-samt werden.

Nach dem Schnitt soll nur der Wundrand verstrichen werden

Ribiseltriebe zusammenbinden

Starke Kälteeinbrüche im Spätwinter und Frühjahr können den Ribiseln vor allem in rauen Lagen zusetzen, sodass die Blüte vernichtet wird. Damit das nicht passiert, sollten Sie die Triebe der Büsche mit einer Schnur eng zusammenbinden.

Vorsicht! Am besten nur an frostfreien Tagen binden, damit die Triebe nicht brechen.

So bleiben die Büsche auch während der Blütezeit gebunden, bis die Frostgefahr im Mai vorüber ist.

Düngung

Wenn Ende Februar der Boden bereits aufgetaut ist, kann bei Obstbäumen der erste Volldünger im Bereich der Kronentraufe ausgestreut werden. Allerdings sollte der Boden anschließend etwas aufgeraut werden, damit die Nährstoffe besser eindringen können.

Kronentraufe: Im Bereich der äußersten Astspitzen sind auch
die feinen Wurzeln für die Wasser- und Nährstoffaufnahme

Fruchtmumien

Bei allen Obstgehölzen im Garten sollten spätestens jetzt die noch in den Zweigen hängenden sogenannten Fruchtmumien entfernt und vernichtet werden. In den eingetrockneten Früchten überdauern Krankheitserreger wie Monilia, die Spitzendürre und Obstfäule bei Kern- und Steinobst auslöst.

Kalk streuen

Besonders wenn bei der Ernte im vergangenen Herbst verstärkt Stippebefall beobachtet wurde (braune, eingesunkene Flecken an den Früchten), sollen die Bäume mit Kalk versorgt werden. Stippe entsteht durch eine Unterversorgung an Calcium. Das Problem entsteht entweder dadurch, dass zu wenig davon im Boden vorhanden ist, oder dass es nicht in löslicher, also pflanzenverfügbarer Form vorliegt. Wenn das der Fall ist, empfiehlt es sich, mit Mischkalk die Versorgung zu verbessern.

Leimringe entfernen

Leimringe sind ein probates Mittel, um die Weibchen des Kleinen Frostspanners von den Obstbäumen fernzuhalten. Die flugunfähigen Tiere kriechen im Herbst an den Stämmen entlang in die Krone, um dort ihre Eier abzulegen. Im Frühjahr hat die Klebefalle ihren

Dienst getan, denn nun sind keine Frostspanner-Weibchen mehr unterwegs.

Jetzt hat der Leimring seinen Zweck erfüllt

Pfirsich/Nektarinen-Spritzung gegen Kräuselkrankheit

Gegen die Kräuselkrankheit an Pfirsichen und Nektarinen muss, sobald sich zwischen den Knospenschuppen ein heller Rand zeigt, mit anerkannten Kupferpräparaten gespritzt werden. Spätere Behandlungen sind meist wirkungslos. Wenn die Haselnuss blüht, ist die Zeit für die Pfirsichspritzung erreicht.

Haselnuss-Blüte

Winterspritzung gegen tierische Schädlinge

Eine Behandlung gegen tierische Schädlinge mit AUSTRIEBSSPRITZMITTEL 7E soll erst im Frühjahr erfolgen, wenn der Schlehdorn am Waldrand blüht. Das ist knapp bevor die ersten Frühzwetschen aufblühen. Frühere Behandlungen sind fast wirkungslos.

Ribisel

Bei den Ribiseln müssen alle Äste, die älter als drei Jahre sind, bis zum Boden herausgeschnitten werden, damit junge, kräftige Triebe nachwachsen können. Ribisel brauchen unbedingt zur Fruchtbildung das Spurenelement Bor. Bor wird nur in geringen Mengen benötigt, günstig ist eine Blatt- oder Bodendüngung knapp vor der Blüte. Fragen Sie Ihren Gärtner oder im Lagerhaus nach einem borhaltigen Dünger. Nur dann können sich schöne Ribiselträubchen entwickeln. Natriumtetraborat ist in Drogerien und Chemikalienhandlungen erhältlich. Es wird 0,15%ig im Spätwinter gegossen.

Gemüsegarten

Jungpflanzen- und Saatgutbestellung

Bestellen Sie rechtzeitig Saatgut und Jungpflanzen, wenn Sie Wert auf spezielle Sorten legen, die im örtlichen Fachhandel schwer zu bekommen sind.

Testen Sie Ihren Samenvorrat selbst

Saatgut zählt zu den preisgünstigen Anschaffungen für den Garten. Trotzdem lohnt es sich, die Vorratskiste mit Samen vom letzten Frühjahr hervorzukramen und Bestandsaufnahme zu machen, bevor der Einkauf beginnt.

Samen in einfachen Papiertüren und angerissenen Packungen sind den wechselnden

Feuchtigkeitsverhältnissen ausgesetzt. Jede Art von Feuchtigkeit regt die Lebensfähigkeit des Samens an und zehrt an seiner eingelagerten Energie. Bei ölhaltigen Sämereien dauert es lange, bis ihre „Minibatterie“ erschöpft ist. Bei Petersilie, Schnittlauch oder Salat z.B. kann die Keimfähigkeit dagegen schnell vergehen.

Um Ärger durch lückenhaften Aufgang und damit verbundene Nachsaaten zu vermeiden.

 lohnt sich die Mühe eines einfachen Tests, den jeder bei Zimmertemperatur selbst durchführen kann. Ein tellergroßes Stückchen Vlies oder dickes Löschpapier wird in Wasser

getaucht und zum Abtropfen hingestellt. In der Zwischenzeit zählt man z. B. 50 Samen ab und verteilt sie dünn auf das abgetropfte, auf einen Teller gelegte Löschpapier. Dann wird der Keimteller mit einer durchsichtigen Haushaltsfolie abgedeckt.

An einer schattigen Stelle auf dem Fensterbrett beginnt es bald zu sprießen. Zwei, spätestens jedoch drei Wochen nach der Aussaat wird der Test abgeschlossen und ausgezählt. Ist der Aufgang zögernd und keimen nicht mindestens 50 % des Saatgutes, soll besser neues Saatgut gekauft werden. Ansonsten lässt sich der Samen wiederverwenden. Natürlich muss das Vlies oder Löschpapier ständig gleichmäßig feucht gehalten werden. Wenn der Keimvorgang beginnt, darf er nicht durch Trockenheit unterbrochen werden!

Bohnen und Erbsen testet man am besten im Sand, der nur ganz wenig angefeuchtet wird.

Füllen Sie den Sand in einen Suppenteller und stecken Sie die Samen 1 cm tief hinein. Es ist darauf zu achten, dass der Samen überall bedeckt ist. Ein zweiter Teller wird darübergestülpt. Schon nach 8 bis 10 Tagen können Sie nachsehen.

Basilikum – ohne geht’s nicht!

Ab Ende Februar kann auf der warmen Fensterbank mit der Anzucht von Basilikum begonnen werden. Da das Küchenkraut, auch König der Gewürze genannt, zu den Lichtkeimern gehört, dürfen die Samen nicht mit Erde bedeckt werden!

Ernte Wintergemüse

Überwinterter Kohl- und Sprossenkohl sollte bis Ende des Monats abgeerntet werden. Sofern der Boden nicht gefroren ist, wird der letzte Porree vorsichtig mit der Grabgabel ausgehoben und baldigst verbraucht.

Frischer Vogerlsalat nach der Winterpause

Sobald es etwas wärmer wird, beginnt der Vogerlsalat, der im Beet überwintert hat, kräftig zu

treiben. Vogelmiere und Günsel verstecken sich gerne zwischen den Pflänzchen und sind ebenfalls über den Winter weitergewachsen. Daher werden jetzt alle Unkräuter und alle zu dicht stehenden Vogerlsalat Pflanzen herausgezupft. Größere Exemplare wandern in die Salatschüssel. Vogerlsalat, der zu eng steht oder von Wildkräutern bedrängt wird, bildet nur winzige Blattrosetten, die beim Waschen viel Arbeit machen. Außerdem schosst er viel zu früh und beginnt zu blühen.

Karotten

Karottensamen lässt sich auch bei Schnee aussäen. Schmilzt die weiße Pracht, wird er kurzerhand in die Erde geschwemmt. Ebenso vielversprechend ist die Aussaat von Petersilie.

Pastinaken

Pastinaken zählen zu unseren ältesten Wurzelgemüsen. Sie haben eine lange Wachstumsperiode und können ab Februar gesät werden, sobald der Boden bearbeiten werden kann. Die winterharten Pflanzen benötigen leichten, tief kultivierten Boden. Die Wurzeln sind als Gemüse sehr schmackhaft, die Blätter eignen sich als Würzkraut wie Petersilie. Ein frostbedingter Kältereiz steigert das Aroma der Wurzel.

Pastinaken (Shutterstock)